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Dressur: Weltcup-Saison beginnt in Herning – Klimke, Langehanenberg und Wandres starten in Dänemark

Warendorf (fn-press). Auch für die Dressurreiter*innen geht es nach einer langen und erfolgreichen Freiluft-Saison nun wieder in die Halle. An… Artikel lesen

Martina Brueske
20.10.2021 2 min lesen
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Warendorf (fn-press). Auch für die Dressurreiter*innen geht es nach einer langen und erfolgreichen Freiluft-Saison nun wieder in die Halle. An diesem Wochenende beginnt im dänischen Herning offiziell die Weltcup-Saison der Westeuropa-Liga, in der sich die deutschen Reiter*innen mit ihren Pferden für das Finale in Leipzig qualifizieren können.

Wie auch in den Jahren zuvor fanden in den Sommermonaten bereits Weltcup-Stationen in der Osteuropa-Liga statt, bei denen einige deutsche Reiter*innen schon Punkte für das Finale gesammelt haben. Darunter zum Beispiel Frederic Wandres (Hagen a.T.W.). Mit seinem Top-Pferd Duke of Britain FRH gewann er 2018 die Weltcup-Kür in London. Nach der langen Corona-bedingte Weltcup-Pause strebt er nun die erstmalige Teilnahme am Weltcup-Finale an, das vom 6. bis 10. April 2022 in Leipzig stattfinden soll. 20 Punkte stehen jetzt schon auf seinem Konto, nachdem er im Juni mit Hot Hit die Weltcup-Kür im slowakischen Samorin gewonnen hatte. Damit liegt Wandres aktuell als bester Deutscher auf Platz sechs des Weltcup-Rankings. Zweimal dürfen die Athlet*innen der Westeuropa-Liga auch an Qualifikationen einer anderen Liga teilnehmen, dabei dürfen sie einmal die volle errittene Punktzahl in ihre eigene Liga mitnehmen, beim zweiten Mal noch die Hälfte der Punkte, so sieht es das Reglement vor.

Neben Wandres treten auch Ingrid Klimke (Münster) und Helen Langehanenberg (Billerbeck) in Herning an. Parallel dazu starten Olympiasiegerin und Europameisterin Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) sowie Lena Waldmann (Werder) im polnischen Zakrzow. In der Westeuropa-Liga geht es anschließend weiter nach Lyon/FRA (27. bis 31. Oktober), wo auch Titelverteidigerin Isabell Werth (Rheinberg) und Carina Scholz (Sassenberg) in die Weltcup-Saison einsteigen. Ob es in 2021 einen „Heim-Weltcup“ für die deutschen Starter*innen geben wird, steht derweil noch nicht fest. Das Stuttgart German Masters, das traditionell im November stattfindet, musste erneut Corona-bedingt abgesagt werden. „Frankfurt hat sich um eine Weltcup-Station beworben, die Antwort der FEI steht aber noch aus. Es wäre natürlich sehr schön, wenn Frankfurt den Zuschlag erhält“, sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu. Wichtig wäre eine weitere Weltcup-Station auch deshalb, da das Turnier in Salzburg, das eigentlich Anfang Dezember stattfinden sollte, ebenfalls abgesagt worden ist.

Somit stehen im laufenden Jahr nach Lyon noch Madrid/ESP (25.-27. November), London/GBR (14.-20. Dezember) und Mechelen/BEL (26.-30. Dezember) auf dem Programm. Das neue Jahr beginnt mit der Qualifikation in Amsterdam/NED (27.-30. Januar). Weiter geht es für die deutschen Teilnehmer*innen dann mit dem Weltcup vor heimischem Publikum in Neumünster (17.-20. Februar), ehe kurz darauf noch die Turniere in Göteborg (24.-27. Februar) und s’Hertogenbosch/NED (10.-13. März) anstehen. Neu ist in diesem Jahr, dass bei allen Weltcup-Stationen statt dem „gewohnten“ Grand Prix als erste Prüfung der Kurz-Grand-Prix geritten wird, der in den vergangenen Jahren getestet worden war. Weltcup-Punkte werden aber weiterhin in der Grand Prix Kür gesammelt. Die neun punktbesten Reiter*innen aus der Westeuropa-Liga qualifizieren sich für das Weltcup-Finale, allerdings nur drei aus einer Nation. Ein Startplatz ist für Titelverteidigerin Isabell Werth reserviert, die zuletzt dreimal in Folge (2017, 2018 und 2019) mit Weihegold OLD beim Weltcup-Finale triumphierte. jbc

Alle Informationen zum Dressur-Weltcup des Weltreiterverbandes FEI gibt es hier: https://inside.fei.org/fei/disc/dressage/main-events/world-cup-dressage