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DJM Luhmühlen: Busacker führt weiter vor Weyers und Knaak

Luhmühlen (fn-press). Busacker vor Weyers und Knaak: Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften Vielseitigkeit haben die drei Spitzenreiter nach Dressur ihre Führung… Artikel lesen

Martina Brueske
03.10.2020 3 min lesen
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Luhmühlen (fn-press). Busacker vor Weyers und Knaak: Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften Vielseitigkeit haben die drei Spitzenreiter nach Dressur ihre Führung auch im Gelände bestätigt und starten morgen als Führende ins abschließende Springen.

Gleich zwei Eisen hat Greta Busacker aus Münster im Feuer, mit beiden blieb sie im Gelände fehlerfrei. „Zwei tolle Runden. Clear round in time, besser geht es nicht! Der Kurs ließ sich super reiten“, sagte die Tochter von Ingrid Klimke. Mit dem Oldenburger Scrabble liegt sie damit mit nur 24,4 Minuspunkten in Führung, mit dem DSP-Wallach Coco Maurice auf Platz vier (27,8). „Es sind total zwei verschiedene Pferde. Coco ist so ein kleiner schneller Flitzer und total wendig. Er springt nur so hoch, wie er muss und spart sich seine Kräfte. Und Scrabble hat einfach ein wahnsinniges Springvermögen, springt alle Heckensprünge immer aus“, sagte sie und blickt  daher mit Vorfreude auf das abschließende Springen am Sonntag. „Scrabble ist fast ein Springpferd, es ist toll, mit so einem Pferd im Parcours reiten zu dürfen. Coco macht es, wenn ich gut reite, auch super, ich konnte auch mit ihm schon Nullrunden in Drei-Sterne-Prüfungen reiten. Also gehe ich auch da mit einem guten Gefühl morgen rein“, sagte sie.

Weiter auf Silberkurs liegt Viktoria Weyers aus Rhede, die ebenfalls für den Landesverband Westfalen antritt. Auch sie kam mit Lariostea H ohne Zeit- und Hindernisfehler ins Ziel, allerdings war dafür ein kleiner Stunt nötig. „Ich kam an Sprung sechs, vor dem ersten Wasser, leider etwas dicht. Dann ist sie zum Glück noch gesprungen, aber ich bin dabei etwas nach vorne gefallen und die Zügel wurden natürlich ein bisschen lang. Und dann stand da plötzlich jemand am anderen Sprung, relativ nah, mit einem Fahrrad und sie ist noch über das Fahrrad gesprungen. Danach habe ich dann eine Volte gedreht und bin schnell ins Wasser rein. Sie hat die Situation so gerettet, das war unfassbar“, sagte die 17-Jährige, die in diesem bereits ihren ersten Zwei-Sterne-Start in Hamm in einen Sieg und den Titel der Landesmeisterin verwandeln konnte, noch ganz beeindruckt von dem Erlebnis. Nun ist sie „einfach super happy“, bei ihrer DM-Premiere so gut durchgekommen zu sein. „Vorher haben wir nur gesagt, reite ordentlich durch und gib dein Bestes“, verriet sie.

Bereits über Drei-Sterne-Erfahrung verfügt Ben Philipp Knaak (18) aus Norderstedt bei Hamburg. Mit seinem zehnjährigen Fuchs Let’s Go rangiert er vor dem Springen auf Platz drei. „Es hat alles gut geklappt, mein Plan ist gut aufgegangen. Er war echt super gut an allen Aufgaben und ich konnte alles so reiten, wie ich es mir vorgenommen hatte. Er ist drei Mal auf Drei-Sterne-Niveau gegangen und relativ sicher im Gelände. Daher war das ganz easy für ihn“, sagte er. „Es ist ein cooles Gefühl hier zu reiten, ich freue mich total, dass man jetzt mit allen hier sein kann. Es ist aufgrund der Coronasituation zwar nicht so das Publikumfeeling, aber Luhmühlen ist trotzdem immer ein Highlight“.

Insgesamt bewarben sich 50 Junioren-Paare um den deutschen Meistertitel, allerdings gab im Gelände ein rundes Dutzend Paare auf oder musste ausscheiden. „Die Prüfung hat ein gutes Level und den passenden Anspruch an eine Deutsche Meisterschaft. Viele Reiter haben den Kurs leicht aussehen lassen. Es war aber auch konzentriertes, technisch gutes Reiten gefordert. Hier waren bei dem ein oder anderen doch noch ein paar Defizite erkennbar, an denen sie arbeiten müssen“, sagte Junioren-Bundestrainerin Julia Krajewski. Hb

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