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Die schöne Helena überstrahlt die Konkurrenz

(Neumünster) Abwechslung rund um die Uhr – das war der zweite Tag des Internationalen Trakehner Hengstmarktes in den Holstenhallen Neumünster. Das… Artikel lesen

Martina Brueske
15.10.2021 2 min lesen
„Überragende Qualität“ bescheinigten die Richter der Trakehner Jahressiegerstute „Salvana‘s Helena“ von Helium. (Foto: Stefan Lafrentz)

(Neumünster) Abwechslung rund um die Uhr – das war der zweite Tag des Internationalen Trakehner Hengstmarktes in den Holstenhallen Neumünster. Das Freispringen der Hengste am Vormittag zeigte die ganze Bandbreite der modernen Trakehner Zucht. Die Körkommission sah Springtalente, doppelt veranlagte Youngster und natürlich auch Dressurvererber von morgen, die hier zeigten, dass sie mit Kraft und Geschick mit ihrem Körper umgehen können.

Ein Tageshöhepunkt war die Auswahl der Trakehner Jahressiegerstute. Die elf besten dreijährigen Stuten des Jahrgangs waren eingeladen – und diese züchterischen Zukunftshoffnungen begeisterten das Richtertrio und die Zuschauer. Es galt, die Schönste des Tages zu küren: Das Rennen machte die lackschwarze Schönheit „Salvana’s Helena“ von Helium aus der Zucht der Zuchtgemeinschaft Rüdel, Felde, und im Besitz von Helmar Bescht, Schlieckau. „Wenn man so eine tolle Stute hier sieht, mit diesen Bewegungen, der Losgelassenheit und diesem Interieur, da kann man als Züchter und als Besitzer einfach nur stolz sein. Eine überragende Jahressiegerstute – wir können gar keine Worte finden für so ein Pferd“, schwärmten die Richter. Das Züchter- und Besitzerduo stellte bereits im Vorjahr mit Helenas Vollschwester „Helene“ die Jahressiegerstute. Als Reservesiegerin strahlte die Millennium-Tochter Donauspiel aus der Zucht von Hans-Joachim Gross, Schwaförden, die im Besitz den jungen Gestüts Grafing bei München steht. Der Endring mit fünf Stuten veranlasste die externen Richter Dr. Axel Brockmann, Landstallmeister im Landgestüt Celle, und Gerd Sosath, Oldenburger Hengsthalter und Springreiter, zum Kommentar: „Wir haben in Hannover und Oldenburg gute Dressurstuten, aber wenn wir diese modernen Stuten mit ihrem überragenden Schritt sehen, können wir nur sagen: herzlichen Glückwunsch!“

Auktion der Fohlen und Reitpferde
Zwölf Fohlen und sechs Reitpferde fanden am Freitagnachmittag im Auktionsring glückliche neue Besitzer. Ein internationales Publikum bot sich Bieterduelle, live in der Halle, am Telefon und online. Für sensationelle 60.000 Euro wechselte eine Trächtigkeit des Grand Prix-Hengstes Imperio aus enger mütterlicher Verwandtschaft zur Doppel-Olympiasiegerin TSF Dalera BB in ein Gestüt bei München. Eine Tochter des Hengstes Integer ließen sich Käufer aus Schleswig-Holstein 21.000 Euro kosten. Neben den Bietern aus dem Inland waren Käufer aus den USA, Kanada und Österreich erfolgreich. Der Durchschnittspreis von 15.916 Euro toppte den Vorjahresdurchschnitt um ein sattes Drittel. Die Reitpferde erzielten mit einem Durchschnittspreis von 27.416 Euro ebenfalls ein höheres Ergebnis als bei der vorherigen Auktion. Spitzenpferd war die Helium-Tochter Donaunacht, die für 31.500 Euro zugeschlagen wurde.

Morgen früh zeigen sich die Hengste im Freilaufen und direkt nach der Mittagspause finden die Körung und die Proklamation des Siegerhengstes statt. Der Nachmittag gehört dem Finale des TSF Dressurchampionats und morgen Abend um 19.30 Uhr verspricht die Auktion der gekörten und nicht gekörten Hengste sowie der Stuten noch einmal Nervenkitzel und tolle Unterhaltung rund ums Trakehner Pferd. An der Tageskasse sind noch Restkarten erhältlich. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, kann die Hengste auch morgen live bei dem ClipMyHorse-Format „Hengstmarkt TV“ erleben.

Bedingung für den Zutritt zum Trakehner Hengstmarkt 2021 ist die Einhaltung der 3G: geimpft, genesen oder getestet. Eine Teststation befindet sich im Eingangsbereich der Holstenhallen neben den Kassen.