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Der beste Jockey der Welt auf Rekordjagd in Düsseldorf

162. Henkel – Preis der Diana: Lanfranco Dettori im 500.000 Euro-Showdown Der beste Jockey der Welt reitet im wichtigsten Stutenrennen… Artikel lesen

Martina Brueske
30.07.2020 3 min lesen
Lanfranco Dettori

162. Henkel – Preis der Diana: Lanfranco Dettori im 500.000 Euro-Showdown

Der beste Jockey der Welt reitet im wichtigsten Stutenrennen des Jahres in Deutschland: Lanfranco „Frankie“ Dettori (49), aus Italien stammender und in England lebender Super-Jockey gibt sich am Sonntag im 162. Henkel – Preis der Diana – German Oaks (Gruppe I, 2.200 m, 8. Rennen um 15:30 Uhr) auf der Galopprennbahn in Düsseldorf die Ehre.

Der aktuell einmal mehr auf einer Welle des Erfolges segelnde „Sunnyboy“, der seine Siege wie kein anderer zelebriert und in seiner Laufbahn mehr als 500 Grupperennen gewann, macht bei seiner Rekordjagd um die Welt in der NRW-Metropole Station und steuert die von Meistertrainer John Gosden trainierte Miss Yoda im Klassiker.

Erst am vergangenen Samstag gewann Dettori mit der Ausnahmestute Enable zum dritten Mal die King George and Queen Elizabeth Stakes in Ascot, am Dienstag stellte er beim vierten Erfolg mit Stradivarius im Goodwood Cup auf der gleichnamigen Bahn einen weiteren Rekord auf. Seine größte Leistung war der Ritt aller sieben Sieger am britischen Champions‘ Day in Ascot 1996.

Vielleicht kann der Stargast ja Miss Yoda beflügeln, wenn die „Galopp-Königin“ am großen Krönungstag für die dreijährigen Stuten gesucht wird: In der Diana kämpfen 16 Pferdedamen um 500.000 Euro. Wer in diesem Klassiker am größten Renntag der Saison auf dem Grafenberg-Kurs vorne ist, der katapultiert sich auf den Thron der Ladies.

Es handelt sich bei diesem sportlichen Event der Extraklasse, das diesmal leider weitgehend ohne Zuschauer über die Bühne gehen muss, um das nach dem Derby zweitwertvollste Galopprennen der gesamten deutschen Rennsaison und um den Top-Termin überhaupt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt mit einer großen Unterstützung des Sponsors Henkel.

300.000 Euro Siegprämie

300.000 Euro Siegprämie winken als Siegbörse im Feld der dreijährigen Stuten. Die Partie scheint diesmal sehr offen. Neutrainer Marcel Weiß, der seit diesem Jahr in Mülheim als Coach aktiv ist, sattelt mit Gestüt Auenquelles Virginia Joy (Adrie de Vries) seine erste Gruppesiegerin. In der Mehl-Mülhens Trophy in Hamburg bezwang sie nach hartem Kampf die in München von Sarah Steinberg für den Rennstall Gestüt Hachtsee vorbereitete Zamrud (Anthony Crastus). Beide treffen erneut aufeinander.

Champion Henk Grewe setzt auf Stefan Hahnes Flamingo Girl (Bayarsaikhan Ganbat) und Kalifornia Queen (Andrasch Starke), die für den Stall Torjäger um Fußball-Profi Nick Proschwitz (Eintracht Braunschweig) und Lars-Wilhelm Baumgarten das Diana-Trial in Berlin-Hoppegarten auf ihr Konto brachte, ehe sie Dritte im Derby-Trial in Hannover war.

Drei sehr interessante Hoffnungen aus dem Gestüt Görlsdorf sind die von Markus Klug (gewann 2019 mit Diamanta) engagierte Snow (Maxim Pecheur), die erstmals in neuen Farben antretrende Listen-Zweite Moon A Lisa (mit Weltklasse-Jockey Olivier Peslier) und die Vichy-Listensiegerin Tickle Me Green (mit Derby-Siegjockey Ronan Thomas) – die beiden Letztgenannten bietet mit dem französischen Trainer Francis-Henri Graffard der Betreuer von Derbysieger In Swoop auf.

Auch die Wittekindshoferin Elle Memory (Lukas Delozier) aus dem Stall von Peter Schiergen gehört nach ihrem Erfolg im BMW-Preis auf diesem Kurs in die Überlegungen.

Aus Irland reist mit Jessica Harringtons Silence Please (Tom Madden) eine dreifache Siegerin an, die zuletzt als Dritte eines Listenrennens gefiel. Die höchste Handicap-Einstufung hat die von Andreas Suborics trainierte Karlshoferin No Limit Credit (mit dem Italiener Dario Vargiu), die Zweite aus den klassischen 1.000 Guineas.

Zweites Gruppe-Highlight

Mit dem Fritz Henkel Stiftung-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m, 10. Rennen um 16:40 Uhr) lockt gleich noch ein weiteres Gruppe-Highlight. Aviateur (Adrie de Vries) könnte nach seinem Sieg im Dortmund Grand Prix erneut weit vorne sein.

Ein interessanter Herausforderer ist der frische Gruppesieger Runnymede (Rene Piechulek). Kaum schon voll erkannt scheinen die Seriensieger Thorin (Andrasch Starke) und Lacento (Bauyrzhan Murzabayev).

Michael Hähn

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