Aktuelles, Dressur

Darmstadt: Martin Pfeiffer neuer Berufsreiter-Champion

Darmstadt-Kranichstein (fn-press). Viele Jahre wurden die besten Berufsreiter der Sparte Dressur im Reitsportzentrum Unna-Massen ermittelt, nun bekam das Championat eine… Artikel lesen

Martina Brueske
20.09.2020 2 min lesen
FN Logo

Darmstadt-Kranichstein (fn-press). Viele Jahre wurden die besten Berufsreiter der Sparte Dressur im Reitsportzentrum Unna-Massen ermittelt, nun bekam das Championat eine neue Bleibe in Darmstadt. Im Rahmen des „Kranichsteiner Herbstmeetings“ kämpften die Profis um dem Titel „Berufsreiter-Champion“, den sich erstmals der 33 Jahre alte Martin Pfeiffer aus Düsseldorf sicherte.

13 Paare traten in diesem Jahr zum Deutschen Berufsreiterchampionat Dressur in Darmstadt-Kranichstein an. Die Profis absolvierten zunächst den Grand Prix und anschließend den Grand Prix Special. Wie immer wurde das Championat unter den drei besten Paaren mit Pferdewechsel entschieden. Den Einzug ins Finale schafften Heiner Schiergen (Krefeld), Martin Pfeiffer (Düsseldorf) und Alina Röhricht (Dortmund).

An der Spitze des Feldes behauptete sich ein neues Gesicht: Martin Pfeiffer. Der 33-Jährige hatte seine Ausbildung zum Pferdewirt bei Johann Zagers in Düsseldorf absolviert und später drei Jahre bei Reitmeister Johann Hinnemann in Voerde als Bereiter gearbeitet. Im vergangenen Monat verließ er den Stall Hinnemann und wechselte auf die Reitanlage Gut Schrödersberg nach Düsseldorf-Hubbelrath. Pfeiffer gewann zunächst mit seinem zehn Jahre alten Oldenburger Riccio (v. Rock Forever) beide Qualifikationen, den Grand Prix und den Special. Beim Finale mit Pferdewechsel steuerte er seinen zehn Jahre alten Wallach mit der Höchstnote von 72,444 Prozent durch die Aufgabe Kurz Grand Prix und legte damit den Grundstein für seinen Gesamtsieg. Im Sattel von Alina Röhrichts Oldenburger Dinario (v. Dimaggio) gelang ihm noch die zweitbeste Note des Tages (71,528). Die Runde auf Heiner Schiergens Hannoveraner Henny Hennessy beendete Pfeiffer mit 70,222 Prozent, so dass sich schlussendlich 214,194 Prozent addierten. Dies bedeutete den klaren Sieg.

Heiner Schiergen, der schon fünfmal Berufsreiterchampion war, musste sich nach 2019 (Sieger: Frederic Wandres) erneut mit Platz zwei zufrieden geben. Der 51-Jährge Topausbilder aus Krefeld nahm mit zwei Pferden am Championat teil. Während er im Grand Prix mit dem westfälischen Hengst Bordeaux’ Barolo v. Bordeaux Platz drei vor seinem Stallkollegen Henny Hennessy belegt hatte, war im Special der routinierte, bereits 17 Jahre alte Hofrat-Sohn das bessere Pferd, so dass Schiergen Henny Hennessy dann auch beim Pferdewechsel einsetzte. Insgesamt brachte es Schiergen in den drei Runden des Finales auf 208,445 Prozentsumme: Platz zwei. Kleiner Trost: Sein Henny Hennessy erwies sich als bestes Pferd und sammelte unter den drei Reitern 210,972 Prozent, knapp gefolgt von Dinario (210,084).

Die 34-jährige Berufsreiterin Alina Röhricht, die selbständig auf dem Hof Kassselmann in Hagen a.T.W. arbeitet, belegte den dritten Rang (205,750). Ihren Dimaggio-Sohn Dinario hatte man in den vergangenen Jahren zunächst unter Insa Hansen und anschließend unter Bianca Kasselmann im Sport gesehen, ehe er in den Beritt von Alina Röhricht wechselte.    hen