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Coronavirus: DM in Balve auf September verschoben

Warendorf (fn-press). Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus werden jetzt auch die Deutschen Meisterschaften der Dressur- und Springreiter verschoben. Statt im… Artikel lesen

Martina Brueske
24.03.2020 2 min lesen
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Warendorf (fn-press). Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus werden jetzt auch die Deutschen Meisterschaften der Dressur- und Springreiter verschoben. Statt im Mai soll das Turnier im sauerländischen Balve nun von 17. bis 20. September 2020 stattfinden. Die Verschiebung hat damit auch unmittelbare Auswirkungen auf den Sichtungsweg zu den Olympischen Spielen, die von 24. Juli bis 9. August in Tokio/Japan stattfinden sollen.

„Nun geht es um die Solidarität mit all unseren Mitmenschen. Wir müssen uns an Regeln halten; wir müssen unseren Beitrag leisten. Der Verzicht ist die beste Maßnahme, um in dieser Corona-Pandemie achtsam miteinander umzugehen, um aufeinander aufzupassen“, sagte Turnierchefin Rosalie von Landsberg-Velen. „Damit wir die Krise nun mit ganzer Kraft gemeinsam bewältigen können und um die schönste Nebensache der Welt wieder mit Freude zu genießen, verschieben wir das Traditionsturnier Longines Balve Optimum.“ Auch aus Sicht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist die Terminverlegung aufgrund der derzeit unsicheren Lage rund um das Coronavirus der richtige Weg.

Das internationale Turnier „Longines Balve Optimum“, in dessen Rahmen die Deutschen Meisterschaften stattfinden, dient traditionell als erstes großes Sichtungsturnier für die deutschen Dressurreiter auf dem Weg zum jeweiligen Saisonhöhepunkt. In diesem Jahr wären dies die Olympischen Spiele. Außerdem hätte in Balve das Team für die zweite große Sichtung, den Nationenpreis beim CHIO Aachen (2. bis 7. Juli), nominiert werden sollen. „Die Verschiebung der DM beeinflusst nun direkt den Sichtungsweg und die Vorbereitung unserer Reiter und Pferde auf die Olympischen Spiele“, sagte Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). „Ich habe die Ausschüsse unserer drei olympischen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit deshalb gebeten, intern festzulegen, wann für sie die „rote Linie“ erreicht ist, ab der keine systematische und sportfachlich vertretbare Vorbereitung und Sichtung auf Olympia mehr stattfinden kann.“

Seit Anfang März wurden zahlreiche nationale und internationale Turniere abgesagt oder verschoben – zum Schutz aller Beteiligten und um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dazu gehören zum Beispiel das Turnier Horses&Dreams in Hagen a.T.W., das von 22. bis 26. April hätte stattfinden sollen, das Mannheimer Maimarkt-Turnier (25. April bis 5. Mai), die Internationale Marbacher Vielseitigkeit (14. bis 17. Mai) sowie das Wiesbadener Pfingstturnier (29. Mai bis 1. Juni).

„Wir haben zwar das Glück, dass die meisten unserer Reiter auf ihren privaten Reitanlagen in der Lage sind, ihre Pferde in einem notwendigen Maße zu bewegen. Aber zu einer professionellen Olympia-Vorbereitung gehören auch entsprechendes Training und Vorbereitungswettkämpfe, die gerade jetzt im März, April und Mai stattfinden müssten. Das ist aufgrund der Corona-Situation nicht mehr gegeben“, sagte Peiler. „Wir sprechen jetzt also über die Frage, an welchem Zeitpunkt wir die Reißleine ziehen und sagen müssen: Wenn die Olympischen Spiele wie geplant stattfinden sollen, dann ohne uns Reiter.“
Auch das FN-Präsidium wird sich mit dieser Frage auseinandersetzen und dem DOKR-Vorstand entsprechende Empfehlungen unterbreiten. jbc

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