Symbolbild (Foto:pixabay)

Urteil gesprochen: Jäger verwechselten Pferde mit Wildschweine

von Jaqueline
09. Mai 2018
09. 05
ca. 2 Minuten

Eine fatale Verwechslung kostete zwei Pferden auf einer Koppel in Rheinland-Pfalz das Leben: Der Jäger wurde nun vom Amtsgericht Daun verurteilt – ihm droht der Verlust der Jagdberechtigung.
Die tödliche Verwechslung passierte ,wie der Jäger auf seiner Website berichtete, dem angeklagten im Oktober 2017:
Etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang habe der Jäger nach eigener Erzählung auf einer Koppel in Katzwinkel (Landkreis Vulkaneifel), zwei Wildschweine wahrgenommen und auf diese geschossen. Als er sich den getöteten Tieren näherte, bemerkte er seinen fatalen Irrtum: Er hatte nicht zwei Wildschweine, sondern zwei Pferde erschossen. Die beiden Pferde waren sofort Tod.
Der zum Tatzeitpunkt 57 Jahre alte Waidmann meldete zwar den Vorfall bei der Polizei und zahlte der Eigentümerin eine freiwillige Entschädigung , dennoch musste er sich wegen des Vorfalls auch vor dem Amtsgericht Daun verantworten. Wegen der „Sachbeschädigung“ in zwei Fällen (da Pferde vor dem Gesetz als ,Sache’ gelten) sowie wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, wurde er angeklagt.
Die zuständige Richterin kannte bei dem schießwütigem Jäger keine Gnade.
Die Sicht müsse zum Tatzeitpunkt schlecht gewesen sein, ansonsten wäre die Verwechslung der beiden Großpferde (mit Stockmaß 158 bzw. 165 cm) mit Wildschweinen nicht möglich gewesen. Doch bei schlechter Sicht hätte er die beiden tödlichen Schüsse schlicht nicht abgeben dürfen, so die Richterin in ihrem Urteil. Demgegenüber konnte der Jäger keine plausible Erklärung für seinen verhängnisvollen Irrtum geben.
Der angeklagte Jäger wurde zu einer Strafe von 100 Tagsätzen zu je 100 Euro verurteilt– das Urteil ist noch nichts rechtskräftig. Falls kein Rechtsmittel dagegen eingelegt wird, hat der Richterspruch bittere Folgen für den Jäger, denn bei einer Verurteilung von 60 Tagessätzen oder mehr ist lt. geltendem Waffengesetz die waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht mehr gegeben, Jagdschein und Waffenbesitzkarte würden ihre Gültigkeit verlieren.

Quelle: www.propferd.at

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