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Spitze des Landesgetüts Warendorf neu besetzt

Nach zwei Jahren ist die Stelle der Leitung im Landesgestüt Warendorf neu besetzt: Kristina Ankerhold steht nun an der Spitze… Artikel lesen

Larissa Lienig
13.12.2017 2 min lesen

Nach zwei Jahren ist die Stelle der Leitung im Landesgestüt Warendorf neu besetzt: Kristina Ankerhold steht nun an der Spitze des Traditionsbetriebes.

Die 41-Jährige hatte zunächst eine Ausbildung zur Pferdewirtin in den Fachrichtungen Reiten sowie Zucht und Haltung am Landgestüt Celle absolviert, ehe sie sich ihrem Jurastudium widmete. Daneben war sie im Dressur- und Springsattel erfolgreich bis zur Klasse S – zum Teil sogar auf Pferden aus eigener Zucht. Zuletzt war Kristina Ankerhold als Juristin in der Finanzverwaltung, Abteilung Steuerfahndung, in leitender Position tätig.

Insofern dürfte sie alle Voraussetzungen mitbringen, um das Landgestüt Warendorf wieder in ruhigere Fahrwasser zu steuern. Wann genau Kristina Ankerhold ihr neues Amt antritt, steht allerdings noch nicht fest.

Anang März waren Ankerholds Vorgängerin im Amt, der Verwaltungsleiter sowie der Erste Hauptberittmeister fristlos entlassen worden, weil der Verdacht der Vorteilsnahme auf sie gefallen war. Schon im Jahr zuvor hatte das zuständige Ministerium in Düsseldorf das Führungstrio aufgrund dieser Anschuldigung supendiert und einen Interimsleiter nach Warendorf geschickt.

Die Prozesse vor dem Arbeitsgericht Münster sind nach der fristlosen Kündigung der drei ehemaligen Mitarbeiter zum Teil noch anhängig. Derweil hatte auch die Staatsanwaltschaft Münster Ende September Anklage gegen sie erhoben. Die Vorwürfe lauten im Falle der ehemaligen Leiterin des Landgestüts und ihres damaligen Ersten Berittmeisters gemeinschaftliche Vorteilsnahme in vier Fällen. Der frühere Verwaltungs- und stellvertretende Gestütsleiter ist wegen Vorteilsnahme in drei Fällen angeklagt sowie wegen Untreue in zwei Fällen. Dem bisherigen Ersten Hauptberittmeister werden neben der Vorteilsnahme Betrug und Beihilfe zur Untreue zur Last gelegt. Die Verhandlungen der Strafprozesse sollen am 22. Januar vor dem Amtsgericht Warendorf beginnen.

Quelle: St. Georg