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„Speed Rodeo“ in Issum

In Issum fand auf dem Landgut Steeg das „Speed Rodeo“ statt, wo Reiter aus dem Rehinland ihr Können demonstrierten. Die… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
25.04.2018 2 min lesen
Symbolbild (Foto:pixabay)
In Issum fand auf dem Landgut Steeg das „Speed Rodeo“ statt, wo Reiter aus dem Rehinland ihr Können demonstrierten. Die Sportart ist im Trend und ganz anders als das Wild-West-Klischee.
Hier kommt es auf Geschicklichkeit und Können an, dies belegte Doreen Hohmann mit ihrer Stute Macawi, die eine Bestzeit hinlegte mit dem sogenannten „Flag Race“, welcher ein verwegener Ritt ist, wo man nach dem Ziel richtig „bremsen“ sollte. Weiter verbirgt sich dahinter eine von fünf Disziplinen: Vier Tonnen bilden die Eckpunkte eines Quadrats, die Abstände betragen etwa 25 Meter. Auf den Tonnen stehen mit Sand gefüllte Eimer – in Nummer eins und drei stecken Flaggen. Die Reiter müssen die Fahne aus dem ersten Eimer ziehen und in den folgenden stecken, der Ablauf wird an den Gefäßen drei und vier wiederholt. Alles auf Zeit und fehlerfrei – sonst gibt’s Abzüge.
Doch unter dem Namen „Rodeo“ stellt man sich massige Bullen, Lassos schwingende Cowboys vor, was hier vergeblich gesucht wurde, denn, wie die Vorsitzende des Ausrichters „LRR Speed Rodeo Association“ Steffi Klammer betonte, „Bei unseren Veranstaltungen steht das Wohl der Tiere an erster Stelle. Bei unseren Rodeo-Wettbewerben geht es um den reiterlichen und sportlichen Aspekt mit dem eigenen Pferd. Wir möchten bei Kindern und Jugendlichen den Spaß am Reiten wecken und sie in dieser Sportart fördern.“
Doch die Atmosphäre ist wie in einem Cowboy-Lager, in der Luft schwebt der Geruch von gegrillten Fleisch, zum Frühstück wird Rührei mit Speck serviert und aus dem Lautsprecher hört man County-Music. Gute Laune, Anfeuerungsrufe und lauter Jubel sind ausdrücklich erwünscht – im Gegensatz zu manch herkömmlicher Reitveranstaltung.
Bei der nächsten Disziplin „Keyhole Race“ trat die zehnjährige Lina Schöller aus Sevelen an. Ihre Aufgabe ist es, mit hoher Anlaufgeschwindigkeit zunächst durch zwei auf dem Boden liegende Stangen zu reiten, anschließend muss das Pferd in einem eng abgesteckten Fünfeck wenden und zurück durch die Stangen schnell und fehlerfrei durchs Ziel preschen.
Unter dem Strich springt Platz fünf in der Gesamtwertung heraus. Das Mädchen ist sehr zufrieden und hat klare Vorstellungen von der Zukunft: „Speed Rodeo finde ich ziemlich spannend. Als nächstes wünsche ich mir einen Cowboy-Hut.“