Sich im Reitsport weiterbilden und Reitabzeichen erlangen

Reiten lernen ist ein jahrelanger Entwicklungsprozess, bei dem Reiter und Pferd nie auslernen. Die gemeinsam erreichten Erfolge können mithilfe von Abzeichen bewertet und geprüft werden.

Neben den beruflichen Aus- und Weiterbildungsangeboten, bietet die Deutsche Reiterliche Vereinigung unterschiedliche Fortbildungen und Abzeichen für alle Reiter im Pferdesport an. Insgesamt stehen beim FN 50 Abzeichen zur Verfügung. Neben dem  klassischen Reiten kann man sich in den Disziplinen Fahren, Westernreiten, Longieren und Voltigieren prüfen lassen.

Reitabzeichen im klassischen Reiten

Die Abzeichen wurden 2014 überarbeitet, sodass die ehemals drei Motivationsabzeichen für Kinder und Jugendliche – das Steckenpferd, das kleine und das große Hufeisen – auf fünf Reitabzeichen ausgeweitet wurden. Die alten Reitabzeichen IV bis I – beziehungsweise das kleine, bronzene und silberne Reitabzeichen sowie das silberne Reitabzeichen mit Lorbeer – wurden zum Reitabzeichen fünf bis eins. Dementsprechend stehen heute zehn Reitabzeichen zur Verfügung, die von interessierten und engagierten Reiterinnen und Reitern abgelegt werden können. 

Schwierigkeitsgrad und Vorraussetzungen

Die Abzeichen sind der Schwierigkeit nach von zehn bis eins sortiert. Das Reitabzeichen zehn, das ehemalige Steckenpferd, stellt das einfachste Abzeichen dar. Die Reitabzeichen zehn bis sechs sind Einstiegsabzeichen und können in beliebiger Reihenfolge und ohne Wartefrist zwischen den Prüfungen abgelegt werden. Diese Abzeichen können beliebig oft wiederholt werden.
Um für die Prüfungen ab dem Reitabzeichen fünf zugelassen zu werden, benötigen die Reiter entweder den Basispass oder die bestandenen Reitabzeichen sieben und sechs. Außerdem ist es hier wichtig, dass die Reihenfolge eingehalten wird. Im Gegensatz zu den Reitabzeichen zehn bis sechs, müssen ab dem Abzeichen fünf immer mindestens drei Monate zwischen den Prüfungen liegen.
Die Reitabzeichen fünf bis eins können entweder kombiniert zu gleichen Anteilen aus einem Dressur- und Springteil gemacht werden oder es wird der Fokus auf das Dressur- bzw. Springreiten gelegt. Bis zum Reitabzeichen drei kann der Schwerpunkt zudem auf das Geländereiten gelegt werden. 

Prüfung der Reitabzeichen 

Die Prüfung der Reitabzeichen ist eine Kombination aus einem Praxis- und einem Theorieteil. Der Theorieteil ist eine Stationsprüfung, damit das theoretische Wissen praktisch am Pferd demonstriert werden kann. Reitabzeichen zwei und eins können anstatt einer Prüfung auch aufgrund von erreichten Turniererfolgen vergeben werden. 

Die höchste Auszeichnung, das goldene Reitabzeichen, kann nicht aktiv durch eine Prüfung erlangt werden, sondern wird den Reitern bei besonderem reiterlichen Erfolg vergeben. 

Die genauen Vorraussetzungen und Anforderung findet man hier

Quelle: www.pferd-aktuell.de

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