Pferd ist in Futtertrog gefallen

In Villigst, einer kleinen Gemeinde in Schwerte (Dortmund), ist am gestrigen Tag ein ausgewachsenes Pferd in einen engen Futtertrog gefallen. Alleine war es auch für die Feuerwehr unmöglich, den Oldenburger Wallach Ruby,  aus seiner Zwangslage zu befreien und musste so zu einem Trick greifen.
Als die Feuerwehr eintraf bot sich ihr ein skurriles Bild, der Wallach steckte rücklings in seiner gerade mal einen Meter großen Metall-Futterbox. Hierbei lag ein Bein unter seinem massigen Körper begraben und die anderen Läufe waren in die Höhe gestreckt. Sich allein zu befreien, war für Ruby unmöglich.
Berndt Prescher, der Schwiegervater der Reiterin, hatte gegen 11.30 Uhr den Notruf gewählt. „Ich habe Ruby reinfallen sehen“, berichtete er: „Durch was für einen Umstand er reingefallen ist, kann ich aber nicht sagen.“ Er habe das Tier nur noch „so komisch schnaufen“ gehört.

Die Feuerwehr war schnell vor Ort und hatte auch gleich eine Idee, wie man das an die 700 Kilogramm schwere Tier, aus seiner Zwangslage herausholen konnte. Um sich nicht der Gefahr von Tritten mit den Hufen auszusetzen, riefen die Männer eine Tierärztin zur Hilfe, um das Pferd zu sedieren.
Danach konnten die Retter die Gitterbox vorsichtig mit Bolzenschneider und Spreizgerät zerlegen. Der Einsatz einer Flex schied aus, um Ruby nicht dem Lärm und dem Funkenregen auszusetzen.

Als das Pferd wieder aufgewacht war und stand, musste sein Kreislauf noch eine Weile mit einer Infusion stabilisiert werden. Anstelle eines Infusionsständers hängten die Feuerwehrleute den Zehn-Liter-Kanister mit der Lösung einfach an den Zinken einer Mistforke auf, die sie anschließend mit Muskelkraft in die Höhe stemmten. Nach der Infusion ging es dem Wallach schon etwas besser und er konnte seine ersten bedächtigen Schritte über den Hof wagen – vorn und hinten geführt am Zaumzeug und dem zu einem Knoten gebundenen Schweif.

Quelle:  www.muensterlandzeitung.de