Nationenpreissiege für Deutschland und Irland, Große Preis an Oranje und schwarz-rot-gold

von Jaqueline Weidlich
17. Juni 2018
17.06.2018
ca. 3 Minuten

In der Dressur wurden die ersten Kür-Prüfungen von drei gestern entschieden. Die Junioren haben ihre CDIO-Tour im Almased-Dressurstadion damit abgeschlossen und eine hat keinen Zweifel offen daran gelassen, dass sie eine für die Zukunft ist. Im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung lieferte Valentina Pistner (Bad Homburg) mit ihrem Flamboyant OLD eine beeindruckende Leistung. Ihr vierbeiniger Sportpartner hatte im Dezember 2017 das Finale im Nürnberger Burg-Pokal gewonnen, und zwar mit keiner geringeren als Dressurqueen Isabell Werth im Sattel. Bei den Future Champions hatte Pistner eindrucksvoll bewiesen, dass sie es auch kann und die Kür mit deutlichem Abstand gewonnen. Zweite wurde Sara Aagaard Hyrm (DEN) mit Skovborgs Romadinov, Dritte die Russin Anna Guseynova mit Lauda.

Die Alterklasse Children ist noch relativ neu auf dem internationalen Parkett. Vor allem die deutschen Reiterinnen zwischen zwölf und vierzehn Jahren, die bereits im Sattel von Großpferden sitzen, zeigten sich beim Hagener Jugendturnier von ihrer besten Seite und machten tolle Werbung für den Sport. In der abschließenden Prüfung der Children-Tour gab es eine Dreifach-Spitze. Es siegte Isabelle Dülffer (Niestetal) mit Ben Kingsley vor Alina Hahn (Wimsheim) mit Riana und Lisa Steisslinger (Böblingen) mit Havanna Negra.

Im Springstadion am Borgberg ging es heute Schlag auf Schlag. Noch zwei Nationenpreise standen im FEI Jumping Naitions Cup Youth aus, und zwar bei den Children sowie den Ponyreitern. In der Alterklasse Children siegte das Team aus Deutschland im Preis der becorp GmbH – VT equi.line in der Besetzung Chiara Reyer (Westerkappeln) mit Cederic, Charlotte Höing (Großbeeren) mit Bajala, Mick Haunhorst (Hagen) mit Conquest und Mikka Roth (Freimersheim) mit Caboto, wobei die ersten drei Paare Doppelnullrunden lieferten und somit die Equipen aus Polen und den Niederlanden auf die Plätze verwiesen. Jugendbundestrainer Peter Teuween zeigte sich überglücklich über dieses überragende Ergebnis: „Man weiß nie, ob man so eine Prüfung letztlich gewinnen kann. Ich habe ein starkes Team, und das wusste ich vorher. Aber wenn es dann wirklich mit dem Sieg klappt, ist das immer schön. In knapp vier Wochen sind die Europameisterschaften in Frankreich. Das ist unser Hauptziel, und so ein Erfolg gibt natürlich Rückenwind.“ 

Im Ponylager sicherte sich das Team Irland (Besetzung: Francis Derwin/Cul Ban Mistress, Max Wachman/Cuffesgrange Cavalidam, Tom Wachman/Quaprice d’Astree, Seamus Hughes Kennedy/Rock Dee Jay) den Sieg im FEI Jumping Naitions Cup Youth vor den Franzosen. Auf dem dritten Platz landeten Deutschland und Schweden punktgleich auf Platz drei. Die deutschen Farben vertraten dabei Julie Thielen (Losheim) mit Bad Man, Malin Reipert (Linnich) mit Minerva For Play, Johanna Beckmann (Brunsbüttel)  mit Karim Van Orchid S und Lea-Sophie Gut (Biberach) mit Fairy Tale. Der Chef d’Equpie der irischen Mannschaft, Garry Marshall, zeigte sich nach diesem Triumph hochzufrieden: „Ich war eigentlich sehr zuversichtlich! Im ersten Umlauf sind ein paar unerwartete Dinge passiert, da bin ich schon nervös geworden, aber ich hatte trotzdem den Glauben daran, dass meine Jungs und die Ponys es schaffen. Ich wusste, dass es eng wird, aber ich hatte sehr viel Vertrauen in diese Mannschaft!“ 

Neben den letzten Nationenpreisen standen auch die ersten Großen Preise der Future Champions an. Bei den Junioren siegte in diesem Preis der Zeltverleih Kortkamp GmbH der Niederländer Rowen van de Mheen mit Q Verdi vor dem Belgier Thibeau Spits mit Jericho Dwerse Hagen und Niels Kersten (NED) mit Checker. Bester Deutscher war Calvin Böckmann (Lastrup) mit Carvella Z. Im Lager der Jungen Reiter sicherte sich den Großen Preis der Pott´s Brauerei GmbH Jesse Luther (Wittmoldt) mit Quinley vor Mylen Kruse (Zeven) mit Concas und Michele Previtali (ITA) mit Lucaine.

Am heutigen Sonntag stehen die letzten Dressur-Küren und Großen Preise an, außerdem fällt die spannende Entscheidung um das LVM-Masters der Landesverbände. Wie bei allen Events auf dem Hof Kasselmann darf auch bei den Future Champions eine abwechslungsreiche Shoppingmeile und umfangreiches gastronomisches Angebot nicht fehlen. Der Eintritt ist übrigens frei!

(PM)                                                                       

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