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Mehr als die Hälfte der Tiere in Oostvaardersplassen ums Leben gekommen

Allein im Februar 2018 sind 1062 Große Pflanzenfresser (858 Stück Rotwild, 184 Konikpferde und 20 Heckrinder) in dem als Naturschutzgebiet… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
06.04.2018 2 min lesen
Symbolbild (Foto: pixabay)

Allein im Februar 2018 sind 1062 Große Pflanzenfresser (858 Stück Rotwild, 184 Konikpferde und 20 Heckrinder) in dem als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Areal Oostvaardersplassen (Niederlande) gestorben. Im März starben insgesamt 1.155 Große Pflanzenfresser. Das meldet die niederländische Magazin-Seite www.nu.nl. Der Monat war ungewöhnlich kalt und zehrte die bereits in den vorangegangenen Monaten geschwächten Tiere weiter aus. Neben 958 Stück Rotwild mussten im März 157 Konikpferde und 40 Heckrinder ihr Leben lassen. Der überwiegende Anteil der Tiere wurde wegen des schlechten Ernährungs- und Allgemeinzustands erschossen (759 Rothirsche, 137 Pferde und 37 Rinder). Die übrigen Tiere verendeten.

Mit dem drastischen Sterben in den vergangenen beiden Monaten hat sich der Bestand der Tiere in Oostvaardersplassen auf rund die Hälfte reduziert. Im Oktober letzten Jahres lebten in den Oostvaardersplassen rund 5.230 Große Pflanzenfresser. Jetzt, ein halbes Jahr später, wurde diese Zahl um 2.969 Tiere reduziert. Damit leben jetzt nur noch rund 2.200 Tiere in dem Gebiet.

Das Areal in der Provinz Flevoland hatte in diesem Winter in den sozialen Netzwerken für Aufruhr gesorgt, da immer wieder Bilder von elend zugrunde gegangenen Tieren gezeigt wurden. In dem 5600 Hektar großen Gebiet leben eine Vielzahl von Tieren, eine natürliche Ab- oder Zuwanderung ist aufgrund der Zäune jedoch weitgehend ausgeschlossen. Die Tiere sind bei allen Witterungsbedingungen sich selbst überlassen, wurden jedoch erst nach dem massiven Druck in den sozialen Netzwerken, die auch die Medien auf den Plan riefen, von offizieller Seite zugefüttert.

Jagd und Fütterung der Tiere waren in der Vergangenheit verboten, daher kam es immer wieder in strengen Wintern vor, dass die Tiere einen Hungertod starben. Nach den massiven Protesten ist jetzt die Erlaubnis erteilt worden in Notzeiten eine Fütterung der Pferde, Rinder und Wildtiere zuzulassen.

Quelle: www.nu.nl

Foto: pixabay / owls 1867