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Mahnfeuer für ein aktives Wolfsmanagement

Pferdehalter zeigen sich in den letzten Jahren zunehmend beunruhigt durch Wolfs-Angriffe. Bislang haben die seit einigen Jahren wieder in Deutschland… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
30.06.2017 2 min lesen

Pferdehalter zeigen sich in den letzten Jahren zunehmend beunruhigt durch Wolfs-Angriffe. Bislang haben die seit einigen Jahren wieder in Deutschland beheimateten Wölfe vor allem durch Schafsrisse Schlagzeilen gemacht. Doch auch Rinder- und Pferdehalter sehen die Gefahr, die durch eine wachsende Wolfs-Population entsteht. Auch wenn es bei einem Wolfsangriff keine toten Tiere zu beklagen gibt, bleibt Landwirten oft keine andere Chance als die gesamte Schaf- oder Rinderherde zu töten, da die Tiere beim Wolfsangriff in Panik geraten und sich anschließend nicht mehr durch Zäune halten lassen. War einmal ein Wolf in der Herde, reicht ein großer Hund aus, um die Tiere erneut in Panik zu versetzen und sie durch den Zaun gehen zu lassen.
Pferdehalter und Landwirte aus ländlichen Gebieten sehen sich von der Politik im Stich gelassen und entzündeten bereits im Mai an 20 Orten Mahnfeuer, um auf ihre Bedenken aufmerksam zu machen und eine Diskussion anzuregen. Ziel soll das aktive Wolfs-Management sein. Dazu gehört auch eine Abwendung von der ungehinderten Ausbreitung der Wölfe hin zu einer gelenkten und kontrollierten Ausbreitung.
In der Region Emmerthal wurde nun erstmals ein Mahnfeuer geplant, bei dem sich auch Pferdehalter, Pferdezüchter und Reiter beteiligen. In der Ankündigung heißt es: „Auch im Weserbergland wächst unter Weidetierhaltern die Sorge, den Schutz ihrer Tiere nicht mehr länger umfänglich gewährleisten zu können. Denn seit dem Jahr 2011 sind die Wolfsrisse von Weidetieren dramatisch angestiegen“. Ziel des Mahnfeuers ist es auf die Probleme aufmerksam zu machen. Zu den Organisatoren gehören Mitglieder des Hannoveraner Verbands und das Landvolk Weserbergland. Angesetzt ist das Mahnfeuer, bei dem es auch einen Vortrag geben wird, für heute Abend,  ab 19 Uhr am Grillplatz Plessenhütte in Voremberg.

Quellen: agrarwelt.de, dewezet.de