Experten sprechen sich für besseren Umgang mit Pferden im Sport aus

Vom 7. bis zum 10. fand der LQH Reining Masters – NRHA Germany Maturity statt. Dabei diskutierten bekannte Gesichter des Westernreitens über die Frage ob der Turniersport und der artgerechte Umgang mit Pferden, dem sogenannten Horsemanship, miteinander vereinbar sind. Dieser Frage stellten sich die Berufsreitsportler Grischa Ludwig und Ute Holm und der aus der VOX-Coaching-Serie „Die Pferdeprofis“ bekannte Bernd Hackl. Ludwig betreibt außerdem ein professionelles Trainingszentrum mit Fokus auf die Ausbildung von Pferd und Reiter und die Zucht von Reining-Pferden. Die Diskussion wurde geleitet von der Moderatorin Sandra Quade.

Die Gesprächsrunde begann mit der grundlegenden Definition von Horsemanship, unter der Hackl eine Beziehung zwischen Mensch und Tier versteht, die auf Vertrauen und Respekt beruht. Ute Holm stellt daneben auch heraus, dass ein Horseman versuchen muss, sein Pferd zu verstehen und so zu handeln, dass es auch für das Pferd verständlich ist. Ebenfalls einig waren sich die Experten über den Punkt, dass es bei vielen Reitern an nötigem Wissen mangelt. Trotz allem sei darin noch kein Widerspruch zum Turniersport zu finden. Allerdings eigne sich nicht jedes Pferd für jede Disziplin. Außerdem seien die Besitzer ein häufiges Problem, da sie konkrete Vorstellungen für ihr Tier haben. Trainer können es sich in diesem Fall oft nicht leisten dem Besitzer zu widersprechen, auch wenn das Pferd für die Ausbildung nicht geeignet ist. Ludwig sagte dazu, dass man ein Gefühl dafür entwickeln müsse, was für jedes einzelne Pferd das Richtige sei. In diesem Rahmen sprach er das nächste Problem an: Es fehle eine einheitliche Ausbildung für Trainer. Zusätzlich kam die Thematik um die Abreiteplätze bei Turnieren auf, wo sich Reiter auf den Wettkampf vorbereiten können. Dort spielen sich häufig Dramen ab, die nach außen hin kein gutes Bild abgeben würden, so die Reaktion aus dem Publikum. Ludwig forderte daraufhin eine harte, aber faire Aufsicht auf den Plätzen. Holm ergänzte dazu, dass die Verantwortung aber auch bei den Reitern liege, die bei solchen Aktionen auch mal wegschauen.

Wer mehr darüber erfahren möchte, was ein Horseman ist, kann sich unseren Artikel über das Horsemanship unter folgendem Link anschauen.

Text: Louisa Trippe

Quelle: www.eqwo.net

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