Equitana Open Air: Pavo Show Night lockt Besucher an

von Jaqueline Weidlich
27. Mai 2018
27.05.2018
ca. 4 Minuten

Mit buntes und abwechslungsreiches Programm ist bei der Pavo Show Night immer zu rechnen. Bei der Equitana Open Air 2018 wurden zehn Showbilder dem Publikum gezeigt.

Ein ganz besonderes Highlight der Equitana Open Air ist jedes Mal die Pavo Show Night. Auch in diesem Jahr durfte das Event nicht fehlen. Denn schon mehr als eine Stunde vorher sind alle Ränge am großen Equitana Showring besetzt gewesen.

Cowboys und Indianer machen den Anfang
Den Anfang haben die Working Equitation Weltmeister gemacht. Sie haben dem Publikum gezeigt, worum es bei der in Deutschland noch jungen Disziplin gezeigt, worum es geht. Aufgebaut war ein kleiner Parcours, den die insgesamt fünf Reiter nach und nach abgearbeitet haben. Die Zuschauer zeigten sich beeindruckt über die Schnelligkeit, mit der Fässer im Galopp umrundet wurden, aber auch, dass Wert auf eine gute Dressurarbeit gelegt wird. Lektionen der Schweren Klasse wurden in die Arbeit der europäischen Cowboys eingearbeitet. Das zweite Showbild ist ebenfalls bei den Cowboys geblieben. Dieses Mal ging es allerdings in den wilden Westen. Der Hof Biesenbach zeigte eine Show von Cowboys und Indianern, die nicht nur durch ein tolles Bühnenbild überzeugte, sondern auch durch liebevoll gestaltete Kostüme der Kinder und Pferde.

Danach änderte sich das Programm. Von den Indianern und Cowboys ging es in die klassische Dressur. Franziska Keith präsentierte ihren Dressurhaflinger Armani. Das Paar zeigte, dass der Haflinger auch mit der richtigen Ausbildung und Förderung in den schweren Klassen der Dressur erfolgreich sein kann. Das kam beim Publikum gut an.

Showbilder, die Vertrauen zeigen
Von der klassischen, modernen Reitweise ging es noch einmal ein paar hundert Jahre zurück. Mit klängen aus 1001 Nacht wurde die Geschichte des Berberpferdes erzählt. Im Ursprungsland Nordafrika ist das Zusammenleben mit dem Pferd unerlässlich gewesen. So wurde mit dem Pferd gearbeitet, was in der Show durch eine Handquadrille gezeigt wurde. Dabei ist das Vertrauen des Pferdes zu seinem Menschen wichtig. Um Vertrauen ging es auch im nächsten Showbild. Tallina Lorei und der Hannoveraner Hakuna Makata haben mit ihrem Showbild aus Freiheitsdressur und schweren Lektionen gezeigt, dass man keinen Sattel und Kandare zum reiten braucht. Zuerst zeigte das Paar klassische Elemente der Freiheitsdressur, wie etwa den Spanischen Schritt oder Steigen auf Kommando. Danach bekam Hakuna Makata das Knotenhalfter angezogen und Lorei setzte sich ohne Sattel drauf. Auch hier zeigte das Pferd den Spanischen Schritt unter der Reiterin. Danach beeindruckte das Paar, in dem es Lektionen wie die Galopppirouette zeigte. Dem Publikum gefiel diese Vorstellung und das wurde entsprechend honoriert.

Unter dem Motto „Royer Quadrille“ ging es zurück in den wilden Westen. Angeführt von einem Muli, das ebenfalls sämtliche Manöver der Reining beherrschte, zeigten die Westernreiter ein Quadrille. Hierbei waren bei zwölf Pferde und das Muli involviert. Hier wurde genau geritten und das Muli fiel unter den Westernpferden nicht auf. Auch diese Darbietung wurde vom Publikum mit Applaus honoriert. Beim nächsten Showbild ging es mit erneut mit den europäischen Cowboys weiter.

Ehre für Reiter der Working Equitation
Mitja Hinzpeter und Schüler stellten ihre Golden Pintos vor. Zusammen mit Macchiato zeigte der frischgebackene Teamweltmeister Hinzpeter, wie vertrauensvoll die Arbeit mit dem inzwischen 19 Jahre altem Macchiato ist. Das Paar zeigte eine Show an der brennenden Garrocha, bei der das Pferd teilweise sehr nah an das Feuer kam. Zum Abschluss knieten sich die vier goldenen Pintos vor dem Publikum hin, um einmal „Danke“ zusagen. Denn die Working Equitation ist von Anfang an ein fester Bestandteil der Pavo Show Night auf der Equitana. Das Engagement ließ auch die Organisatoren nicht los. So wurden mit Gernot Weber auf Aramis, Mitja Hinzpeterauf Macchiato und Thomas Türmer mit Orlando, ein Teil der aktuellen Weltmeister, noch einmal in den Ring gebeten und geehrt. „Wir haben als ganzes Team mitgefiebert und wollen uns nun für eure Arbeit auf der Equitana bedanken“, sagt Christina Uetz von Reed Exhibition. Die Reiter erhielten je einen kleinen Ehrenpreis und eine Abschwitzdecke für die Pferde „Damit ihr euch noch lange an diesen Abend erinnert“, grinst Uetz, denn die Reiter hatten angekündigt, ihren Sieg in München noch ausgiebig auf der Equitana nachzufeiern.

Votigierer ohne Pferd und ein Showbild mit Drachen
Das Vorletzte Showbild an diesem Abend wurde als eines ohne Pferd angekündigt. Die Voltigierer aller Altersklassen des RVV Essen zeigten ers Hebefiguren aus dem prigramm am Boden. Danach trabte eines der insgesamt fünf Voltigierpferde des Vereins an der Longe ein und die Show begann. Dabei ging es mit bis zu drei Voltigiererinnen auf dem Pferd in luftige Höhen. Die Mannschaft zeigte Übungen der Klasse S und dem Publikum gefiel es.

Das Finale an diesem Abend bildete das Ponyshow Team um Anja Mertens mit Consolido. Nach dem die Idee entstanden ist, wurden es immer mehr Reiterinnen, die sich zu einer Springquadrille zusammengeschlossen haben. Das erste Motto der Truppe war noch „Disco“, bei dem die Ponys mit bunten und blinkenden LED-Lichterketten ausgestattet wurden. Beim aktuellen Programm hingegen steht das Thema „Smaug“ aus „Der Hobbit“ im Vordergrund. Hierbei tragen die Ponys LED-Vorderzeug und Lichterketten in Orange und schwarze Masken, die an den Kopfschmuck von Rittern erinnern. Manch einer aus dem Publikum war der Meinung, dass es Einhörner darstellen sollte. Die Reiterinnen waren in Schwarz gekleidet und trugen schwarze Flügel, die an die Flügel von Drachen angelehnt sind. Somit wurde das Thema auch musikalisch durch den Titelsong aus dem Film „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ eingeleitet. Danach wurde das Tempo der Musik moderner mit elektronischen Elementen. Dem Publikum gefiel die Springquadrille des Ponyshow Teams, was dieses auch mit tosendem Applaus belohnte.

Zum Schluss gingen noch einmal alle Reiter zusammen auf eine Ehrenrunde im großen Showring.

Text: Jenny Musall

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