Eichenprozessionsspinner verletzen Pferde in Krefeld

von Laura Starck
09. Juni 2018
09.06.2018
ca. 1 Minuten

Ein Reitstall in Krefeld hat Probleme mit Eichenprozessionsspinnern. Drei Pferde sind durch die Insekten verletzt worden. Verätzungen am Maul und geschwollene Augen sind die Reaktion auf die Nesselhaare der Raupen, die im Juni in Bewegung geraten und sich auf den Weg machen weg von der Baumkrone nach unten. Da die Tiere nur auf Eichen ihre Nester anlegen, haben sie den bezeichnenden Namen. Im Juni kann der Weg unter Eichen entlang in betroffenen Gebieten für Spaziergänger gefährlich werden. Aber eben auch für Hunde oder Pferde. Während in Schulen im Land Nordrhein-Westfalen schon mal schulfrei verordnet wird, wenn auf dem Schulhof befallene Bäume stehen, steht die Stallbetreiberin vor dem Problem, dass ihre Pferde nicht auf die Weide können, weil dort befallene Bäume stehen. Geraten wird die Eichenprozessionsspinner-Raupen auf keinen Fall auf eigene Faust zu entfernen. Stattdessen sollen Fachleute die Entsorgung vornehmen.

In den letzten zehn Jahren hat sich der aus dem Mittelmeerraum stammende Eichenprozessionsspinner in Deutschland verbreitet und sorgt für Probleme. Besonders betroffen sind Gebiete entlang des Rheins, im Süden Deutschlands und im Nordosten. Hier sind die Nachtfalter, bzw ihre Nester mit den Raupen besonders stark verbreitet. Das Nesselgift Thaumetopoein ist für die Reaktion verantwortlich. Von Schwellungen, Rötungen und Juckreiz bis hin zu Atemnot und Erstickungsanfällen ist alles möglich, je nach dem wie sensibel ein Körper auf die feinen Häärchen reagiert. Das Problem: Die Haare sind zehn Jahre lang aktiv, da sie mit ihren feinen Widerhäkchen in den Nestern der Raupen hängen bleiben.

Quelle: www.rp-online.de

 

 

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