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Drei auf einem Streich in Opglabbeek (BEL)

Drei auf einem Streich-Genauso muss sich der Sieg für die Familie Carstensen angefüllt haben, als sie gleich dreimal ihren Familiennamen… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
13.04.2018 2 min lesen
Beeke (v. li.) Tjade und Teike Carstensen waren in Belgien alle für das Nationenpreis-Team am Start. Foto: privat

Drei auf einem Streich-Genauso muss sich der Sieg für die Familie Carstensen angefüllt haben, als sie gleich dreimal ihren Familiennamen „Carstensen“ bei der Urteilsverkündung im Nationenpreis im belgischen Opglabbeek gehört haben.

Von der Familie aus Sollwitt sind nämlich drei Mitglieder in verschiedenen Altersklassen angetreten. Das zeigt was für ein Talent in dieser Familie steckt.
So wurde Teike Carstensen, die älteste Tochter, zuvor in den Talentpool für Förderpatenschaften der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport aufgenommen und punktet jetzt mit ihren jüngeren Geschwistern mit der Children, der Junioren und der Junge Reiter Mannschaft.
Im Pferdezentrum Sentower Park, von der belgischen Gemeinde Opglabbeek, kam es zu den überragendem Ergebnis, was die Familie so auch noch nicht erlebt hatte. Die drei Geschwister Teike, Beeke und Tjade sind zusammen an einem Wochenende in ihren jeweiligen Altersklasse für Deutschland im Nationenpreisteam angetreten. „Die Bundestrainer hatten vor dem Turnier jeweils sechs Reiter nominiert. Nachdem alle die erste Prüfung geritten sind, wird immer entschieden wer im Team ist“, erklärt Jörg Carstensen, der stolze Vater welcher immer bei den Turnieren dabei ist und fügt hinzu: „Das alle drei an einem Wochenende Nationenpreis reiten dürfen, werden wir wohl nicht so oft erleben. Das ist ein ganz besonderes Highlight“. Das sich das „Highlight“ dann noch zu einem Erfolg entwickelte sprengte alle Erwartungen.

Tjade Carstensen ritt zum ersten Mal für die deutsche Children-Mannschaft. „Das war nicht nur sein erster Nationenpreis sondern sein erstes internationales Turnier. Er hat das super gemacht. Sowohl für die Mannschaft als auch im Großen Preis hatte er jeweils zwei fehlerfreie Runden“, erklärte sein Vater. Das bedeutete für den Zwölfjährigen Silber mit seinen Mannschaftskollegen Charlotte Hoeing, (Brandenburg), Mikka Roth (Rheinland-Pfalz) sowie Chiara Reyer (Nordrhein-Westfalen) und einen guten siebten Platz im Großen Preis.
Mit der Stute Zürich von Caretin war Tjade angetreten. Die Holsteinerin stammt aus der Familienzucht und wurde Tjade von seiner großen Schwester überlassen. „Damit er auch mitreiten kann.“
Nach der Silbermedaille für die Children legten die Junioren noch einen drauf und holten sich die Goldmedaille.
Für das deutsche Team gingen neben Beeke Carstensen mit Cara Mia noch Calvin Böckmann (Niedersachsen), Britt Roth (Rheinland-Pfalz) und Max Haunhorst (Niedersachsen) an den Start und verwiesen Dänemark und Frankreich auf die Plätze zwei und drei. Im Großen Preis der Junioren hatte die sechzehnjährige Beeke dann leider einen Fehler.
Die älteste Schwester Teike, ging im Nationenpreis mit ihrem Erfolgspferd, dem neunjährigen Cadour, an den Start. Die beiden machten ihre Sache gut und kamen mit dem deutschen Team auf den vierten Platz.

Leider kann nie die ganze Familie dabei sein, wenn die jüngsten auf Turniere sind, da im heimischen Sollwitt der betrieb weiter gehen muss. Die Familie hat eine erfolgreiche Hengststation in Sollwitt, eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. So fieberte die Familie vor Ort mit und zu Hause in Sollwitt die Großeltern. Durch den angebotenen Livestream war es auch den Großeltern möglich zu sehen, wie sich die jüngste Generation der Familie schlägt und sich für die Europameisterschaften empfahl.
Und vielleicht bleibt es ja nicht das letzte Mal, dass das Trio Carstensen gemeinsam im roten Jackett für Deutschland startet.