Die deutschen Reiter sind zurück aus Samorin und Lexington

von Jaqueline Weidlich
02. Mai 2018
02.05.2018
ca. 2 Minuten

Am vergangenen Wohnende fand in der Slowakei das Auftakt der der Longines FEI Nationenpreis-Serie in Samorin statt. Das deutsche Team, welches sicher geplant hatte einen der vorderen Plätze zu bekommen, rangierte zum Schluss nur auf dem vorletzten Platz. Das bereitet dem Bundestrainer große Sorgen, da er vor Beginn des Turniers noch meinte, dass dieses Event, im Zusammenhang mit den diesjährigen Weltreiterspielen in Tyron, eine gute Möglichkeit gewesen wäre, das Team zu festigen. So gibt der Nationenpreis der Springreiter als Mannschaftswettbewerb, Aufschluss darüber, ob die Reiter dem hohen Druck des Team-Wettbewerb gewachsen sind. Fünf Stationen stehen für die deutschen Springreiter in den kommenden Wochen und Monaten auf dem Plan. Die erste Chance haben sie an diesem Wochenende vertan.

Samorin gehörte dieses Jahr das erste Mal zu der Longines FEI Nationenpreis-Serie und machte so auch den Auftakt der Saison. So wurde das Turnier auch genutzt um die anderen Teams zu beobachten und Kräfte zu messen. Um Punkte ritten dabei die Equipen von Spanien, Deutschland, Italien, Schweden, Schweiz, Irland und Belgien.
Die Schweitzer sind momentan sehr stark, was sie auch im Team unter Beweis stellten. Trotz einer kurzfristigen Umbesetzung, da Janika Sprunger sich am Vortag eine Verletzung zuzog und Paul Estermanneinsprang, war der Erfolg auf der Seite der Schweizer. Estermann brachte mit Curtis Sitte ein Pferd an den Start, das seinen ersten Nationenpreis bestreiten musste und kassierte in beiden Runden Punkte. die Leistung des Paares war unter den Spontanen Umständen sehr gut und der Rest der Reiter lieferte auch gute Ergebnisse ab. Der Sieg für die Mannschaft der Eidgenossen war damit wohl verdient.
Auch im deutschen Team fand eine Umbesetzung statt, da sich Simone Blum’s Alice eine Woche vor dem Start in Samorin verletzt hatte, fiel sie aus und als Ersatz wurde Andre Thieme, von Bundestrainer Otto Becker, nach Samorin geschickt.
Wie auch der Schweizer Ersatzmann lieferte  Andre Thieme in beiden Runden Punkte. Doch der Rest von Otto Becker’s Mannschaft kassierten Punkte und das nicht zu knapp. Sowohl Janne Friederike Meyer-Zimmermann wie auch Laura Klaphake und Philipp Weishaupt addierten Fehlerpunkte auf das Konto. Am Ende rangierte die deutsche Equipe mit 24 Punkten auf Platz sieben vor Spanien – und belegte damit den vorletzten Rang.
“So hatten wir uns den Saisonstart nicht vorgestellt”, war dann auch von Otto Becker zu hören.
So in etwa wird auch Michael Jungs Gedankengang gewesen sein, der in Kentucky bei dem Drei-Tage-Event teilnahm. Drei Mal hat der Olympiasieger dort gewonnen. Er war angereist, um auch den vierten Sieg zu holen. Doch die Titelverteidigung mislang. In der Dressur setzte sich die US-Amerikanerin Marilyn Little vor Michael Jung. Im Gelände holte sich Michael Jung die Spitzenposition und es sah zunächst aus, als könne er sich den Sieg holen. Doch der Sonntag begann mit einem Schreck. Rocana wurde beim morgendlichen Vet-Check vor dem Springen in die Holding Box geschickt. Beim zweiten Vorstellen wurde sie durchgewunken und durfte starten. Im Parcours ließ sie aber eine Stange fallen. Aus war der Traum vom Sieg. Am Ende belegte Michael Jung Platz zwei, hinter dem Briten Oliver Townend, der sich jetzt auf Badminton vorbereitet, um – nach Burghley und Lexington – mit dem dritten Sieg den Grand Slam der Serie zu holen.

Quelle: www.eurosport.de

 

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