Der tragische Sturz in Luhmühlen

von Jaqueline Weidlich
18. Juni 2018
18.06.2018
ca. 2 Minuten

Das große Turnier in Luhmühlen ist immer eines der größten Ereignisse in der Reiterszene. Hier tragen unter dem Blick von ca 20.000 Zuschauer die Reiter den reiterlichen Dreikampf aus.
Der große Tag des Vielseitigkeitssports in der Viersterneprüfung überschattet ein Sprung mit tödlichem Ausgang.

Der Sturz von der Belgierin Chloe Raty mit ihrem Wallach Axel hat ein tödliches Ende gehabt, der Wallach musste eingeschläfert werden. Das löste eine große Diskussionen aus, was die Sicherheitsbestimmungen im Geländeritt angeht.
So wurden zwar in den vergangenen Jahren die Schutzmaßnahmen erhöht, was den tragischen Vorfall jedoch nicht verhindern konnte.

Für die Belgierin Chloe Raty war es der erste Ausflug in die Welt der Reiterelite. Es lief alles gut für die Belgierin, bis zu der Geländeritt-Prüfung. Ihr elfjähriger Wallach Axel Z ist ebenfalls noch nie auf so hochklassigen Niveau geritten. So passierte es, der Wallach setzte zum Sprung an und blieb mit dem Vorderhuf hängen, überschlägt sich und fällt auf die Vierundzwanzigjährige.

“Während der CCI**** Geländeprüfung der Luhmühlener Vielseitigkeit ist das Pferd Axel Z ein 11-Jahre alter Wallach, geritten von Chloe Raty (BEL) an Hindernis 18b, einem Steilsprung direkt nach dem Wasser, schwer gestürzt. Es wurde umgehend tierärztlich versorgt und in eine Tierklinik gebracht. Dort ergaben eingehende tierärztliche Untersuchungen eine Wirbelsäulenverletzung. Zu unserem großen Bedauern musste das Pferd eingeschläfert werden. Der Reiterin geht es den Umständen entsprechend gut. Sie wird im Krankenhaus versorgt. Nach umfassenden Untersuchungen konnte Entwarnung gegeben werden. Chloe Raty hat keine Verletzungen.”, so die Pressemitteilung von der Website Luhmühlen.

Nun gab es in Luhmühlen leider schon öfters Ereignisse die das freudige Event überschatteten. Hier erinnert man sich an den Sturz von vor fünf Jahren zurück, als P`tite Bombe im Gelände tödlich stürzte. Ein weiterer tragischer Unfall war der Tod des jungen Benjamin Winter, was nun vier Jahre zurück liegt.
Der Tod des jungen Reiters war eines der ausschlaggebenden  Unfälle der die Überdenkung der Sicherheitsmaßnahmen im Geländeritt auslöste.
Eines der größten Veränderungen ist, dass die ursprünglich festen Hindernisse durch solche ersetzt wurden, die bei einem harten Aufprall eines Pferdes nachgeben und zusammenbrechen. Die Tragik des Geschehens ist, dass genau ein solches Hindernis jetzt Axel Z zum Verhängnis.
Hier war es so, dass Axel Z das Hindernis nur leicht touchierte und damit nicht Schutzfunktion auslöste. Dies erklärte der verantwortliche Parcours-Chef Mike Etherington-Smith. “Es gibt keine Garantie, alle Risiken völlig auszuschalten.“, so Etherington-Smith weiter.

Quelle: www.tgl.luhmuehlen.de
www.sueddeutsche.de

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