Der Eichenprozessionspinner -Gefahr für Mensch und Tier

von Jaqueline Weidlich
22. Juni 2018
22.06.2018
ca. 2 Minuten

Der Eichenprozessionsspinner ist mehr als nur eine harmlose Raupe und hat somit keine natürlichen Fressfeinde. So nahm die Zahl der Raupen ab dem Jahr 1995 stetig zu.

Doch was macht diese Raupe so gefährlich?
Der ganze Raupenkörper ist von kleinen, feinen Haaren bedeckt. Die Härchen enthalten eine besonders hohe Konzentration von Nesselgift- das Thaumetopoein. Bei der Berührung mit der Haut entstehen rote Pusteln, eine allergische Reaktion. Diese Pusteln sind punktuelle Hautrötungen mit einer leichten Schwellung, starkem Juckreiz und brennen.
Die allergische Reaktion des Immunsystems kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Bei betroffenen Personen steigt die Empfindlichkeit und Reaktionsintensität mit der Anzahl der Einzelkontakte von Eichenprozessionsspinner-Brennhaaren stetig an.
Reizungen an Mund und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen.
Die Brennhaare sind mit kleinen Widerhaken bestückt und bleiben somit in der Haut. Ihre hohle Struktur sorgt dafür, dass immer wieder Toxine ausgestoßen werden.
Hier sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Genauso sind Tiere, vor allem Pferde betroffen die draußen und in der Nähe von Eichen stehen. Eichen, egal welcher Gattung sie angehören, sind Lebensräume dieser Raupen.
Die Haare sind so fein, dass sie extrem leicht brechen und von geringen Luftströmen herumgetragen werden. Auch die Nester der Raupen, die aus hunderten von Tieren bestehen, sind nur so übersät von den kleinen Härchen, die sich durch den Wind verteilen.

 

Wie erkenne ich den Eichenprozessionsspinner?
Die Raupe sieht aus wie ein Fabelwesen, dass übersät ist von den Brennhaaren. Diese Haare liegen auf der breiten dunklen Rückenlinie und füllen mit ihren samtartigen Haaren Felder mit rotbraunen, langbehaarten Warzen aus. Die Raupen fressen die austreibenden Blätter der Eichen, wobei oft die Mittelrippe zurück bleibt.
Dazu leben diese Raupen in großen Familienbanden, was meist durch ein Fußballgroßes Nest zu erkennen ist.
Hier sollte man nicht selbst versuchen dieses Nest zu entfernen, sondern einen Experten Hinzurufen.
Hier sieht man ein Bild von dem Eichenprozessionsspinner.

So kam es in Riegelsberg jetzt zu einem erneuten Fall-hier riefen die Anwohner bei den  Gemeinden und dem Saarforst an: „Hilfe, wir haben ein Nest des Eichenprozessionsspinners entdeckt!“

Saarforst-Vize-Chef Joachim Stelzer (61): „Das Tier ist in der Tat auf dem Vormarsch. Die Plage ist durch das Wetter begünstigt. Die Firmen, die die Nester entfernen, sind voll ausgelastet. In Lothringen sind teilweise ganze Wälder gesperrt. Wir warnen sehr vor dem Kontakt.“

Hier kam es auch zu dem gemeldeten Fall bei dem ein Pferd betroffen war. Hier zeigten sich die Symptome so, dass das Pferd ein geschwollenes Maul und Lähmungserscheinungen hatte. Da man hier nicht direkt auf den Eichenprozessionsspinners als Täter geschlossen hatte, suchten man die nähere Umgebung ab und entdeckte an einem Baum 32 Nester. hier kam sofort der Tierarzt zum Einsatz.

 

Eine genaue Erläuterung zu dem Eichenprozessionsspinners gibt es hier.

Quelle: www.lwf.bayern.de
www.bild.de

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