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Brandenburg lässt Abschuss von „Problemwölfen“ zu

Als erstes Bundesland hat Brandenburg kurz vor Weihnachten eine Wolfsverordnung verabschiedet. Sie regelt, dass ein Tier dann sofort erschossen werden… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
29.12.2017 1 min lesen

Als erstes Bundesland hat Brandenburg kurz vor Weihnachten eine Wolfsverordnung verabschiedet. Sie regelt, dass ein Tier dann sofort erschossen werden kann, wenn es auf Menschen losgeht. Bei Tierrissen ist die Tötung nur zulässig, wenn deren Eigentümer zuvor „sämtliche zumutbaren Präventionsmaßnahmen“ eingehalten haben.

Brandenburgs Landwirtschafts- und Umweltminister Jörg Vogelsänger hat als Teil des Wolfsmanagementplans die Brandenburger Wolfsverordnung unterzeichnet. Die Verordnung wird nach ihrer Veröffentlichung Anfang 2018 in Kraft treten. Damit versucht Brandenburg als erstes Bundesland mit einer Wolfsverordnung Einzelfallentscheidungen zu auffälligen Wölfen rechtlich und organisatorisch besser abzusichern.

„Der Wolf steht weiter national und international unter Schutz. Unter diesen Bedingungen brauchen wir neben einem guten Herdenschutz klare rechtliche Regelungen, die Behörden einen Handlungsrahmen vorgibt, wenn Wölfe sich auffällig verhalten oder lernen, die anerkannten Schutzeinrichtungen in Nutztierhaltungen zu überwinden“, begründete der Brandenburger Agrarminister Jörg Vogelsänger.

Quelle: reiter-und-pferde.de / topagrar