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Apassionata – Kampf um Namen und Lizenzen

  Pferdefans sind verwirrt: Unter dem Namen Apassionata kommen gleich zwei verschiedene Shows nach Stuttgart in die Schleyerhalle – am… Artikel lesen

Jaqueline Weidlich
19.12.2017 2 min lesen

 

Pferdefans sind verwirrt: Unter dem Namen Apassionata kommen gleich zwei verschiedene Shows nach Stuttgart in die Schleyerhalle – am 27. Dezember sowie im März 2018. Hinter den Kulissen tobt ein Kampf um Lizenzen.

Das Gefecht um die Entertainmentmarke Apassionata erreicht nun auch Stuttgart. Die erste Pferdeshow mit diesem Namen gastiert am 27. Dezember für zwei Vorstellungen unter dem Titel „Der Traum“ in der Schleyerhalle. Vom 9. bis 11. März galoppieren in der größten Indoor-Arena Stuttgarts erneut edle Rösser im Dienste von Apassionata auf, dann bei fünf Shows unter dem Titel „Gefährten des Lichts.“

Hinter diesem für die Zuschauer verwirrenden Angebot von zwei Apassionata-Shows in einer Saison, steckt ein ernstes Problem. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nennt es einen „bizarren Gesellschafterkrieg um ein Pferdespektakel“. Apassionata-Gründer Peter Massine, präsentiert kurz nach Weihnachten in Stuttgart seine Show „Der Traum.“ Der Gründer der Show, der seit 15 Jahren Pferde im Rahmen der hallenfüllenden Veranstaltung in Szene setzt, hat im November vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf erwirken können,  dass seine Konkurrenten von der Apassionata World GmbH, die im Besitz chinesischer Investoren ist und mit der Show „Gefährten des Lichts“ touren, nur noch bis zum 1. Juli 2018 „Unterhaltungsshows mit Pferden mit der Bezeichnung Apassionata bewerben und durchführen“ dürfen. Die Düsseldorfer Richter haben eine einstweilige Verfügung erlassen, Die Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht allerdings noch aus – und das kann sehr lange dauern.

Während Peter Massine in Düsseldorf die Richter auf seiner Seite hatte, ist er in München unterlegen. Ein Showpalast unweit der Allianz-Arena, den die Apassionata World mit dem chinesischen Investor Hongkun International für 55 Millionen Euro bauen will, darf unter dem Namen Apassionata starten. Massines Gegenspieler ist Johannes Mock-O’Hara, der frühere Chef der Stage-Entertainment, der nun einer von drei Geschäftsführern in der Apassionata World ist.

Quelle: Stuttgarter-Zeitung.de