
Die FEI ist zutiefst betrübt über den Tod von Jacques van Daele, dem belgischen FEI 4* Dressurrichter, Technischen Delegierten und L4 Steward, der am 4. Juli 2026 verstarb.
Nach seinem Studium der Forensik begann Jacques seine berufliche Laufbahn als Pferdetrainer bei der belgischen berittenen Polizei. In den 1980er-Jahren stieg er in die Welt des Dressurrichtens in Belgien ein und durchlief verschiedene Klassen bis zum FEI 4*-Richter. Bis 2025 war er als Richter auf nationaler und internationaler Ebene tätig.
Im Laufe seiner Karriere war Jacques als Kampfrichter bei sechs Olympischen Spielen, zahlreichen FEI Welt- und Europameisterschaften, FEI Weltcup™-Finals und FEI Weltmeisterschaften der Jungen Pferde tätig. Er gehörte den Wertungsrichtern bei Turnieren in Wellington (USA), Rotterdam (Niederlande), Mechelen (Belgien), Nischni Nowgorod (Russland), Brisbane (Australien) und ’s-Hertogenbosch (Niederlande) sowie bei den US-Dressurmeisterschaften 2017 an. Zudem fungierte er als Hauptkampfrichter beim CDIO Aachen.
Parallel zu seiner Richterkarriere übernahm Jacques wichtige Funktionen innerhalb der FEI. Er wurde FEI-Dressursteward der Stufe 4, Technischer Delegierter und Kursleiter. Jacques bekleidete außerdem das Amt des FEI-Ehren-Generalstewards für Dressur. Darüber hinaus engagierte er sich in der Organisation und Führung des Dressursports in Belgien und war Mitglied der flämischen und belgischen Dressurkomitees. Vier Jahre lang leitete er das belgische Dressurkomitee und war Generalsteward des Belgischen Reitverbandes.
Jacques genoss hohes Ansehen bei Athleten, Offiziellen und Organisatoren weltweit. Sein Beitrag zum Reitsport wurde 2022 gewürdigt, als er vom Pferdesportverband Flandern (VLP) zur „Sportpersönlichkeit des Jahres“ ernannt wurde.
„Jacques van Daele war eine hochangesehene Persönlichkeit im internationalen Dressursport, geschätzt nicht nur für sein Wissen und seine Professionalität, sondern auch für seine Leidenschaft für unseren Sport und die Art und Weise, wie er die Menschen um sich herum unterstützte“, sagte Ronan Murphy, Direktor des FEI-Dressursports.
„Er war nachdenklich, fair und stets bereit zuzuhören, seine Erfahrung zu teilen und die Entwicklung anderer zu fördern. Sein Engagement für die Regeln, den Sport und vor allem für das Wohl des Pferdes prägte seine Arbeitsweise als Offizieller. Jacques‘ Weisheit, Freundlichkeit und Freundschaft werden der gesamten Dressurgemeinschaft sehr fehlen.“
Die FEI spricht Jacques‘ Schwester, seinen Freunden, Kollegen und allen Mitgliedern der internationalen Reitsportgemeinschaft, die ihn kannten und mit ihm zusammengearbeitet haben, ihr Beileid aus.
Wer Jacques van Daele die letzte Ehre erweisen möchte, kann eine Beileidsbekundung hinterlassen, eine Erinnerung teilen oder sein Mitgefühl im Online-Kondolenzbuch ausdrücken, das zu seinen Ehren eingerichtet wurde: https://pompesfunebreslouisfranklin.be/hommage/jacques-van-daele/
