Dass Europameister Richard Vogel ein klein wenig zu langsam ist, kommt selten vor, im Nationenpreis der LLN in den Niederlanden passierte das Malheur am Freitag. Dafür gab es im Großen Preis von Rotterdam mit dem Holsteiner Casall-Sohn Cloudio Platz fünf und der war immerhin mit über 24.000 Euro dotiert. Mehr gab es für den Mannschafts-Olympiasieger Ben Maher (GBR) – über 77.000 Euro. Das war zweifellos willkommen, aber noch schöner dürfte die Tatsache gewesen sein, das Maher Point Break wieder in toller Form “zurück” hat.

“Er ist ein unglaubliches Pferd”, schwärmte Maher, “sein Galoppsprung ist etwas kürzer, aber er ist sehr athletisch. Bei der Art und Weise, wie er über die Hindernisse springt, denkt man fast, er hat keine Knochen im Leib.” Rund ein halbes Jahr lang hatte der 12 Jahre alte Schwedische Warmblutwallach pausieren müssen nach einer Verletzung. Im Mai war Point Break in Aachen und Windsor wieder international zu sehen. Maher zählte am Freitag auch zum siegenden britischen Team im Nationenpreis mit Catelly

Hinter dem Sieger folgte der Neuseeländer Luke Dee mit dem OS-Wallach Gangster WW auf Rang zwei. Dritter wurde der beste Niederländer, Willem Greve mit seinem Grandorado TN N.O.P. Für das “Hometeam” lief es im Nationenpreis eher “suboptimal” mit Platz fünf, das im Liga-Ranking führende deutsche Team belegte Platz neun, hat im Ranking aber vor der letzten Longines League of Nations-Etappe in Gassin Vorsprung eingebüßt.
