Longines CCI5-L: Caroline Harris jubelt in Luhmühlen

Caroline Harris (TGL / Thomas Ix)
Caroline Harris (TGL / Thomas Ix)

Die Britin Caroline Harris sicherte sich bei den Longines Luhmühlen  Horse Trials den zweiten Fünf-Sterne-Sieg ihrer Karriere. Mit einer  fehlerfreien Springrunde verteidigte sie ihre Führung nach dem  Gelände und gewann mit D. Day die Longines CCI5*-L.

Nachdem Harris am Samstag mit einer herausragenden Geländerunde die Führung übernommen hatte, krönte sie  ihre Leistung am Finaltag mit  einer fehlerfreien Springrunde  und sicherte sich vor begeisterten Zuschauern den prestigeträchtigen Sieg. Bei der Siegerehrung blickte die Britin auf ihre erfolgreiche Turnierwoche zurück: „Es war  einfach eine großartige Woche. Der Boden war gestern und heute perfekt, der Kurs hat von Anfang bis Ende konzentriertes Reiten gefordert – wir hatten  einfach eine fantastische Woche.“

Besonders lobte Harris ihren langjährigen Sportpartner, der erneut seine  außergewöhnliche Einstellung unter Beweis gestellt hatte: „Ich bin immer noch  überwältigt. Er hat einfach unglaublich viel Herz und gibt jedes Mal alles, wenn  ich ihn reite. Ich vertraue diesem Pferd vollkommen und weiß, dass er im Springen bis zum Schluss für mich kämpft, solange ich meinen Job ordentlich mache. Normalerweise tut er alles dafür, keine Stange zu berühren. Deshalb  konzentriere ich mich einfach darauf, einen guten Grundgalopp und einen  gleichmäßigen Rhythmus zu halten. Er liebt Zuschauer – wenn er Applaus hört, denkt er, alle sind nur seinetwegen hier. Nach Emilys Nullrunde in das tobende  Stadion einzureiten hat uns zusätzlich beflügelt.“

Ebenfalls eine Weltklasseleistung zeigte ihre Landsfrau Emily King mit Valmy Biats und beendete die Turnierwoche mit einem hervorragenden zweiten Platz in der Longines CCI5*-L. Vor dem Springen lag sie nur knapp hinter Harris und setzte die spätere Siegerin so bis zum letzten Sprung unter Druck. „Valmy war voller Energie – einfach unglaublich. Auf dem Papier ist er vielleicht schon etwas älter, aber heute hat er sich angefühlt  wie ein Siebenjähriger. Er ist wie Benjamin Button – jedes Jahr fühlt er sich jünger  und besser an. Er hat so eine großartige Einstellung und kämpft jeden Tag für  mich. Sein großes Herz ist einfach außergewöhnlich. Es ist eine absolute Ehre,  mit einem solchen Pferd arbeiten zu dürfen.“

Den dritten Platz sicherte sich der US-Amerikaner Boyd Martin mit Shanroe  Cooley. Das Paar unterstrich seine Fünf Sterne-Qualitäten mit einer soliden Dressur, einer sicheren und gleichzeitig schnellen Geländerunde und einem beeindruckenden Springen. „Als ich hier angereist bin, wollte ich zunächst  mit einem respektablen Ergebnis beenden. Dann lief es im Gelände so gut, dass ich dachte ‚hier geht was, los geht’s!‘ Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es  ist ein enormer Aufwand, von Amerika bis nach Luhmühlen zu kommen.  Deshalb bin ich den Besitzern, Unterstützern und Trainern unglaublich dankbar, dass sie diese Reise ermöglicht haben. Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau,  was sportlich an diesem Wochenende für uns drin sein wird. Hier in Luhmühlen  auf dem Podium zu stehen, hat meine Erwartungen definitiv übertroffen.“

Für besonderen Jubel auf den Zuschauerrängen sorgte Lokalmathadorin Katharina Meyer. Bei ihrem ersten Start auf Fünf-Sterne-Niveau begeisterte sie  das Publikum mit einer fehlerfreien Springrunde und einem hervorragenden siebten Platz. „Aspen ist in Luhmühlen geboren und aufgewachsen und ich kenne ihn inzwischen seit sechzehn Jahren und bin ihm einfach so dankbar. Gestern hatte ich das Gefühl, als würde er die Geländestrecke bereits kennen. Er hat vieles selbstständig gelöst, und ich bin unglaublich stolz auf ihn. Heute war er im Springen ebenfalls einfach perfekt. Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben und so zu reiten wie immer. Mit dem Glücksschwein meiner Kinder in der Tasche, habe ich Aspen vor dem Aufsteigen über die Nase gestreichelt und gesagt: ‚Komm, wir machen das.‘  Neben diesen Legenden zu sitzen, fühlt sich für mich immer noch unwirklich an  – es ist eine große Ehre. Und dann hier mit einer Nullrunde Siebte zu werden, ist  einfach fantastisch.“

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