
Mit der „Badenia“, dem renommierten Großen Preis, fand das nun seit 100 Jahren bestehende internationale Spring- und Dressurturnier im Mannheimer Reitstadion ein hochspannendes Ende. Zwar hatte sich der Sonnenschein nach fünf Tagen verabschiedet und Platz gemacht für reichlich Bewässerung von oben, dem sportlichen Ablauf tat der Wetterumschwung aber keinen Abbruch. Im Stechen des Großen Preises, das zehn Paare erreicht hatten, fand Jörne Sprehe den perfekten Weg und siegte mit sieben Sekunden (!) Vorsprung vor dem Australier Ronny Healy mit Cornet’s Mandarino.
„Der Tag fing gut an, ich habe gedacht, heute wird es was“, erzählte Jörne Sprehe ganz unbekümmert nach ihrem Sieg mit dem Hannoveraner Hengst Toys im Großen Preis, der Badenia. Die 43-Jährige, die mit ihrer Familie und den beiden Kindern in Fürth bei Nürnberg lebt, hatte ihren Toulon-Sohn Toys schon im Nationenpreis des CDIO3* zwei Tage zuvor klasse präsentiert und setzte im finalen Springen alles auf eine Karte gesetzt: „Er hat bewiesen, dass er alles kann“, sagte sie Und sie hatte Recht. Gleich zu Beginn des Stechens legte sie eine atemberaubend schnelle Zeit von 40,35 Sekunden vor.
Die Konkurrenz schaffte es nicht, diese Marke zu unterbieten. Neben Jöre Sprehe blieb nur noch ein Paar fehlerfrei. Der Australier Ronnie Healy, der sich mit seinem Brandenburger Wallach Cornets Mandarino für die Weltmeisterschaft in Aachen qualifiziert hat und sich bis dahin bei Holger Hetzel in Goch das nötige Wissen aneignen kann, wurde Zweiter (0/47,54).
Über den Podestplatz auf Rang drei durfte sich der Belgier Jos Verloy ärgern – oder freuen. Sein Schimmel war der schnellst im Vier-Fehler-Ritt (4/43,43). Pferdesport Deutschland / hen
