Das Nordrhein-Westfälische Landgestüt hat einen seiner prominentesten Hengste verloren. Cornado NRW, der Sohn des Cornet Obolensky aus der Zucht von Antonius Schulze-Averdiek musste im Alter von 23 Jahren aufgrund eines nicht heilbaren Tumorleidens erlöst werden. Die Aussicht auf ein schmerzfreies Leben bestand nicht mehr. Mit ihm geht nicht nur ein außergewöhnlicher Spitzensportler und -vererber, sondern eine wahre Hengstpersönlichkeit. Der typvolle und imposante Schimmel begeisterte bis zuletzt mit seiner Vitalität, mit Geist und im besten Sinne mit seinem stolzen und zugänglichen Wesen.
Mit Marcus Ehning feierte Cornado NRW, der auf der Mutterseite das Blut von Acobat I und Cantus führt, große Erfolge auf internationalem Parkett und schrieb mit beeindruckenden Auftritten auf den bedeutendsten Turnierplätzen der Welt Sportgeschichte. Besonders hervorzuheben sind die Erfolge bei den Weltreiterspielen in Caen sowie die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio. Außerdem wurde er zweimal Vierter bei den Weltcup-Finals 2014 und 2016 . Seine Lebensgewinnsumme beträgt rund 1,8 Millionen Euro. Doch Cornado NRW war weit mehr als ein Champion im Parcours. Er berührte Menschen mit seinem Charakter und seiner Ausstrahlung und seinem außergewöhnlichen Leistungswillen.
Auch als Vererber hinterlässt Cornado NRW, der Siegerhengst seiner Körung war, wertvolle Spuren. Seine Nachkommen zeigen herausragende Leistungen im Sport, feiern Erfolge unter anderem als Bundeschampions und Weltmeister der jungen Springpferde. Zu nennen sind wie Cool Feeling (Ludger Beerbaum), Conner (Holger Wenz), Büttners Minimax (Janne-Friederike Meyer) und viele mehr. Zwanzig seiner Söhne wurden bislang gekört und mit den aktuell veröffentlichten Zuchtwerten in den Kategorien „Turniersport“, „Jungpferdeprüfungen“ und „Höchste erreichte Klasse im internationalen und nationalen Turniersport (HEK)“ gehört Cornado erneut zu den top Ein-Prozent-Vererbern der HEK Springen im Jahr 2026. Pferdesport Deutschland / NRW-Landgestüt / hen
