Isabell Werth gewinnt Special Justin Verboomen die Kür beim CDIO5* Fontainebleau

Frühling und Dressursport in Fontainebleau, das waren bemerkenswerte Auftritte, eine Prise Strategie und wohl eine gute Idee von Bundestrainerin Monica Theodorescu. Nach dem Nations Cup folgten am Sonntag mit dem Grand Prix Special und der Kür zwei weitere Top-Prüfungen des 5*-Programms. Mannschafts-Olympiasiegerin Isabell Werth und Wendy de Fontaine “fuhren” den Sieg im GPS ein, Europameister Justin Verboomen und Zonik Plus gewannen die Kür und mit Frederic Wandres und Bluetooth setzte sich ein weiterer Olympiasieger Team auf Platz drei.

Voila: Wendy und Werth im Grand Prix Special. (Foto: PSV Jean Morel)

In der Kür liefen Verboomen und sein Rappe zu Hochform auf und erzielten mit 91,855 Prozent ein neues persönliches Bestergebnis. In der gleichen Prüfung zeigten Frederic Wandres und sein 16-jähriger Oldenburger Bluetooth (81,085 Prozent) eine feine und wohl gesetzte Vorstellung. Obwohl Wandres ein klein wenig auf die Bremse trat: „Ich war gestern nach dem Grand Prix überglücklich und bin auch mit unserer Kür sehr zufrieden. Heute war ich noch nicht ganz im Einklang mit der Musik, daran muss ich für die nächsten Wettkämpfe noch arbeiten, aber es ist ein guter Start in die Freiluftsaison. Monica (Theodorescu) und ich hatten schon lange geplant, hierher nach Fontainebleau zu kommen, und ich denke, es war eine wirklich gute Idee. Ich glaube, wir haben uns diesen Sommer für das Team empfohlen.“

Frederic Wandres und ein gut aufgelegter Bluetooth. (Foto: PSB J. Morel)

Klar – über allem schwebte die Blickrichtung Saisonziel und das heißt Weltmeisterschaften in Aachen. Auch bei Isabell Werth, die bei den letzten in Aachen stattfindenden Weltmeisterschaften 2006  Doppel-Gold mit Satchmo gewann. Für Wendy (de Fontaine) und Werth gab es im Grand Prix Special 79,893 Prozent, das reichte für Platz eins. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Stute an diesem Wochenende,” so Werth,  “auch wenn wir im Special noch etwas Arbeit vor uns haben. Das Teilnehmerfeld war außergewöhnlich: ein Mini-Paris 2024! Ich war vor zwei Jahren schon einmal in Fontainebleau, und es war damals schon fantastisch. Aber das Niveau hat sich seitdem enorm gesteigert! Ich sage das mit einem Lächeln, aber wir freuen uns schon sehr darauf, dass hier eine Weltmeisterschaft stattfindet!“

Hinter der Siegerin reihte sich Großbritanniens Dressur-Ikone Carl Hester ein und auch er schwärmte von Fontainebleau in Frankreich. Was für einen Briten vielleicht nicht ganz selbstverständlich ist: “Der Wettbewerb ist fantastisch, die Organisation perfekt und das Gelände einfach großartig. Nächstes Jahr werde ich den Printemps des Sports Équestres in den höchsten Tönen loben! Es ist wohl einer der besten Wettbewerbe, an denen ich je teilgenommen habe.“

Carl Hester und sein Fame. (Foto: PSV Jean Morel)

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