Weltcup-Finals Fort Worth: Farrington gewinnt weiter – Rene Dittmer holt auf

Sehr sehr stolz sei er auf Cody, ließ Rene Dittmer im FEI.tv-Interview wissen: Der Springreiter aus Stade und sein Holsteiner Wallach Cody, der übrigens aus der Zucht von Sören von Rönne stammt, haben im zweiten Finalspringen des Weltcups in Fort Worth Platz sechs belegt. Dittmer und der Casall-Nachkomme aus einer Mutter von Quidam de Revel erreichten als einziges deutsches Paar das Stechen. Bedeutet auch: der 32-jährige und Cody rangieren nach zwei Finalprüfungen auf Platz sechs mit acht Punkten.

Cody und Rene Dittmer – nach Finalprüfung II, Sechste im Ranking.
© www.sportfotos-lafrentz.de / Tiffany van Halle

Nicht im Stechen nach einem Abwurf war Daniel Deusser mit Albführens Iashin Sitte, allerdings wurde es dank einer zügigen Runde Platz 13. Deusser, der im ersten Finalspringen Zweiter war, liegt in der Zwischenwertung auf Platz vier (sieben Punkte). Diesen Platz teilt er sich mit dem “niedersächsischen” Japaner Eiken Sato, der mit Chadellano JRA Zweiter hinter dem alles überragenden Kent Farrington wurde. Mit der OS-Stute Greya (Züchter: Wilfried Sandmann) die in Finale 2 von Toulayana “den Job übernommen hat” ließ Farrington kein Sekunde im Sand liegen und zelebrierte eine ihrer Bilderbuchrunden auch im Stechen. Mit null Punkten führt der US-Amerikaner im Weltcup-Finale, gefolgt von Steve Guerdat (SUI), mit vier Punkten. Frankreichs Kevin Staut und Visconti du Telman – Dritte im zweiten Finalspringen, rangieren an dritter Position des Rankings. Den Freuden-Moment schlechthin der zweiten Weltcup-Finalprüfung lieferte eine 36 Jahre junge Norwegerin: Oda Charlotte Lyngvaer, die (fast) unbekümmert dieses Weltcup-Finale bestreiten kann, weil sie nicht zum Favoritenkreis zählt, war bereits mit ihrem Umlauf überglücklich und setzte dann im Stechen mit ihrer zwölf Jahre alten Carabella vd Neyen Z als erste Starterin die Kollegen flott unter Druck. Der Freude ließ Lyngvaer freien Lauf, „knuddelte“ ihre völlig unbeeindruckte Stute und wies immer wieder auf ihre vierbeinige Heldin hin – die habe diesen vierten Platz schließlich möglich gemacht.

Überglücklich ist auch der im Schockemöhle-Sportstall in Mühlen beheimatete Eiken Sato: “Das ist mein erstes Weltcup-Finale und es ist nicht einfach sich dafür zu qualifizieren. In Japan gibt es keine Hallen-Events im Weltcup, also habe ich mich in Europa qualifizieren müssen.” Seit vier Jahren kennt Sato Chadellano Blue PS von Chacco -Blue aus der Zucht des Gestüts Lewitz. Der OS-Wallach gehört der Japanischen Föderation.

Richard Vogel und Gangster Montdesir wurden 23. nach zwei Fehlern, ähnlich erging es Patrick Stühlmeyer mit Baloutaire PS (25.) Europameister Vogel katapultierte es nach dem letzten Sprung aus dem Sattel – allerdings erst nach überqueren der Ziellinie. Das bedeutet, der Sturz wird nicht als Sturz gewertet.  Die entscheidende letzte Weltcup-Prüfung besteht aus einem Springen mit zwei Umläufen um 12 Uhr Ortszeit und um 15 Uhr Ortszeit. Die deutschen Paare sind dafür alle startberechtigt. Im Stream bei sportschau.de live wird das Finale am Sonntag ab ca. 18.45/ 19.00 Uhr gezeigt, zuvor um 10 Uhr soll es bei sportschau.de eine Zusammenfassung zum Weltcup-Finale Dressur geben.

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