Das zweite Dressurturnier beim Turnierclub Maas J. Hell ist Geschichte und barg Geschichten. Etwa die von Namensänderungen: Jeanne-Marleen Bußmann zierte die Ergebnislisten mehrerer Prüfungen in Klein Offenseth, aber tatsächlich ist das so nicht (mehr) richtig. Seit wenigen Tagen heißt die junge Frau nämlich Schwiebert und gewann als solche mit Dancing Dino und Massimo an zwei Tagen vier Mal in der schmucken großen Halle der Hengststation Maas J. Hell.


Der stolze Ehemann hielt alles auf Video fest. Da kann man in einigen Jahren in Erinnerungen schwelgen – Weißt Du noch? Unser Honeymoon in Klein Offenseth? Den Schlusspunkt setzte der neun Jahre alte Hannoveraner Massimo am Sonntag in der Intermediaire II. Der Rappwallach gehört ihren Schwiegereltern Jessica und Rainer Schwiebert (Helenenhof) und bescherte seiner Ausbilderin mit 70,617 Prozent den Sieg. Die gleiche Intermediaire II war “Premierenschauplatz” für Cricket BD und Paula de Boer-Schwarz. Der hochgewachsene Oldenburger Fuchs und seine Reiterin kennen sich erst ein paar Tage und bestritten ihr erstes gemeinsames Turnier. Ergebnis: Platz vier. De Boer-Schwarz, die vor wenigen Wochen Vierte im Springreiter-Weltcup in Helsinki mit My Miss Marple wurde und im Februar bei den VR Classics mit Semian die Indoor-Vielseitigkeit gewann, hat keine erkennbare Neigung, Dinge zu verkomplizieren – sie macht einfach. Eben auch Dressur und gern so gut wie möglich. Übrigens: Ein neues Pferd ist “eingezogen” im Stall de Boer-Schwarz – eine Schwester von My Miss Marple….


Ebenfalls mit Paula de Boer-Schwarz in Klein Offenseth: der Trakehner Hengst Herakles TSF, frische 16 Jahre alt und zur Freude der Besitzerin und langjährigen Mäzenin Renate Weber offenkundig hochmotiviert. Der smarte Rappe galoppierte und passagierte auf Platz zwei – das kann er alles gut, notfalls auch, wenn er in der Siegerehrung einer Springprüfung für Stallkollegen “einspringt” – buchstäblich. Auf dem dritten Platz: Frederik Appelhoff und Detox OLD – beide aus Hamburg angereist. Noch ein bisschen weiter hatte es Nicole Kirschnick, die erneut aus dem niedersächsischen Winsen über die Elbe kam. Die nächste Gelegenheit zu Dressur pur bietet der Turnierclub Maas J. Hell vom 17. – 19. April mit einem dreitägigen Event, ein Wochenende davor wird auf dem Gelände Springsport vom 11. – 13. April – also von Samstag bis Montag – stattfinden mit einem Programm von Stilspring-Wettbewerb bis zu Springen der Kl. S*. Ebenfalls in Fokus: Springpferdeprüfungen.
