Hengstpräsentationen haben einen Zweck und jede hat so ein wenig ihre eigene Handschrift. Auf der Hengststation Völz in Bienenbüttel kann man die in zwei Worten beschreiben: Hengste blank. So wie sie beschaffen sind – und auf Hochglanz “vom Scheitel bis zur Sohle” gebracht – werden sie vorgestellt, vom jungen Corminator, Tornado vd Bisschop und Christelio VDL bis zu den arrivierten Vererben Ogano Sitte und Vatson Sitte, die beide auf die Stutenlinie der Gute Sitte zurückgehen, und Jasper (v. Heartbreaker). Das kommt gut an.


Heißt auch, man kann alles sehen und nach der Präsentation in der einladend umfunktionierten Halle in der Stallgasse und auf dem Hof noch genauer in Augenschein nehmen. “Ich war vorher noch nie hier”, vertraut mir ein älterer Herr vergnügt an, “aber ganz ehrlich, mir gefällt es wirklich gut, dass man die Hengste tatsächlich so ohne reiterlichen Einfluss anschauen und erleben kann.”
Für Züchter und Züchterinnen und sogar jene, die gern mal „problematisieren“, also ein idealer Termin mit reichlich Austauschpotential. Das gesamte Exterieur, Oberlinien, Fessel-Länge, Fundament – alles wird sichtbar. Und nicht nur das. Im ganzen Gewusel auf der Stallgasse und im Hof bewegen sich die Hengste gelassen, neugierig und freundlich, als wäre Besucherandrang Tagesroutine. Von Jahr zu Jahr erlaubt diese Form der Präsentation immer auch Beurteilung der Entwicklung. So hat der im vergangenen Jahr noch jugendliche Prämienhengst der Hannoveraner Körung, Olympic (v. Ogano Sitte) ordentlich “ausgelegt”. Aus dem Jungspund ist ein Pferd geworden, das die Aufmerksamkeit sichtlich genießt. Kontakte sind dem “Senior-Chef” Ogano Sitte egal – es gab grad Heu, also nix ist`s mit Audienzen.






Der freundlich und einladend gestalteten Vorstellung zu Beginn gaben kleine Pausen (wegen der Vorbereitung) und Kommentare aus erster Hand den eigentlichen Schliff, weil Gesehenes Revue passieren konnte, Gesagtes zu Notizen im Katalog führte. Die Neuzugänge wie auch die “Bilanzen” der vertrauten Vererber erläuterte Sven Völz für die Besucher. Pferdewirtschaftsmeisterin Thea Jelcic ist sowohl für die Ausbildung der Zweibeiner als auch der Vierbeiner auf der Station in Bienenbüttel zuständig. Reitgefühl, Lernerfolge, Potential, Entwicklungsschritte kann sie kurz und knapp skizzieren. Dabei verhehlt die junge Frau, die gemeinsam mit Sven Völz Geschäftsführerin der Hengststation ist, auch individuelle Vorlieben nicht. Ob sie einen Liebling unter den Youngstern habe? Hat sie. Der vier Jahre alte Cornet Obolensky-Sohn Corminator steht ein wenig höher im Kurs als die Kollegen und das nicht nur, weil der Schimmel ein “Hingucker” ist. Thea Jelcic: “Das liegt in erster Linie daran, dass ich es als Reiterin sehr gern habe, wenn Pferde so wach sind, so aufmerksam. Und das ist er.” Mit den jungen Hengsten wird Jelcic im April in Westergellersen in der Heide in die Turniersaison einsteigen. Das rundet das Bild von den Junghengsten für Züchter/innen dann tatsächlich ab. Kurz und gut: Eine Hengstpräsentation, die das Wesentliche komplett in den Fokus rückt. Und dabei ziemlich unterhaltsam ist… M.B.





Hallo Thea und Sven !
Suuuuuuuper ! Ihr hattet gutes Wetter und alle haben sich von ihrer besten Seite gezeigt !
Wir sind stolz mit euch und wünschen euch weiterhin viel Erfolg und Freude !
Beste Grüße aus Dithmarschen
Peter und Susanne 🥰🥰