Mecklenburger Ubiluc gewinnt mit Mark Bluman gewinnt Hermés Classic in Wellington

Der für Kolumbien startende Mark Bluman hat mit dem 14 Jahre alten Mecklenburger Hengst Ubiluc den Hermés Classics Preis (1,50m) zum Abschluss der neunten Wellington-Woche gewonnen. “Mein Pferd ist von Natur aus schneller, als die meisten anderen in dieser Prüfung”, stellte Bluman stolz fest. Ubiluc ist schon lange in den USA zuhause. Andre Thieme vermittelte den braunen, in Redefin gekörten Hengst vor rund sechs Jahren an den Stall Bluman. Dazu gehören Daniel und sein Bruder Ilan Bluman, sowie der Cousin Mark. In flotten 32,77 Sekunden und ohne Fehler sicherten sich Mark Bluman und der Ubico-Sohn vor dem Iren Jordan Coyle/ Ariso und Kanadas Eryn Ballard/ Dior den Sieg in der mit 62.500 US-Dollar dotierten Prüfung mit 39 Paaren insgesamt.

Mark Bluman (COL) und der Mecklenburger Ubiluc – Hermes-Preis Sieger in Wellington. (Foto: sportfot)

Ubiluc hat das Licht der Welt bei Züchter Detlef Skoecz (Krusenfelde) erblickt. Seine Mutter ist die Stute Lucze vom Oldenburger Lucian-Ramiro`s Boy. Aus mehreren Interessenten am Hengstfohlen Ubiluc ging das Landgestüt Redefin als Gewinner hervor. Ubiluc ging dort in die Aufzucht, wurde 2014 gekört und beendete 2015 den Veranlgungstest mit der spring-gewichteten Endnote 8,28. Sven Göller qualifizierte den Youngster später für das Bundeschampionat. In Redefin fiel Ubiluc Andre Thieme auf, der den Hengst auf seine jährliche US-Tour mitnahm. Dort kam dann der Kauf durch Daniel Bluman zustande.

Ubilucs Werdegang ist keineswegs ungewöhnlich, wohl aber die Geschichte seiner Großmutter Rabea. Als Fohlen bekam Ubiluc-Züchter Detlef Skoecz die 1998 geborene Lucze-Mutter Rabea und das war an sich nicht seine Absicht. “Sie ist gewissermaßen übrig geblieben,” sagt Skoecz, “sie stammt aus der zwangsweisen Auflösung eines Bestandes in Glütz bei Greifswald.” Die Pferde wurden zunächst in die Obhut des RFV in Krien gegeben, für das Stutfohlen Rabea fand sich kein Interessent, zumal auch nur die Mutterlinie bekannt war. Rabeas Mutter war die Hannoveraner Stute Doria von Dynamo, also auf Duellant und Goldfisch zurückgehend. Und das ist nicht die schlechteste Ahnenreihe. “Ich hab sie dann genommen”, erinnert sich Skoecz. Gründliche Recherche beförderte Erkenntnis: Vater des Fohlens Rabea war der Hannoveraner Hengst Ramiro`s Boy, also alles andere als Durchschnitt. Aus der Anpaarung der herangewachsenen Rabea mit Lucian von Landcapitol ging dann die Stute Lucze hervor. In Ubilucs Genetik ist damit auch einer der sehr guten Holsteiner Stutenstämme vertreten: der Stamm 173.

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