Richard Vogel und Cardentos gewinnen 65.000-Dollar-Springen in Ocala

Europameister Richard Vogel und sein neuer, vierbeiniger Sportpartner Cardentos haben in Ocala eine „Punktlandung“ abgeliefert. Beim CSI2* im World Equestrian Center im us-amerikanischen Ocala düsten das neue Paar zum Sieg im mit 65.000 US-Dollar dotierten Großen Preis. Zwar schwächelt der Dollar, aber das dürfte für Vogel und seinen Neuzugang aus der Witt Pferdezucht GbR eher zweitrangig gewesen sein.

Erster internationaler Sieg – Cardentos und Richard Vogel in Ocala. (Foto: Andrew Ryback)

Es war der erste international Starte für den Schimmel und seinen neuen „Jockey“. Ihr Debüt gaben sie vor drei Wochen bei einem nationalen Turnier. „Cardentos ist eine vielversprechende Verstärkung für unseren Pferdebestand“, sagt Vogel über den neunjährigen Holsteiner Hengst von Cardento-Quo Vados, der bei der Witt Pferdezucht GbR an der Nordseeküste gezüchtet wurde und auch immer noch seinen Züchtern gehört. „Er hat sich heute sehr wohl gefühlt. Ich denke, bei ihm geht es vor allem darum, ihm Selbstvertrauen zu geben. Er hat viel Potenzial, und ich bin mit dem heutigen Ergebnis überaus zufrieden. Er ist sehr, sehr vorsichtig, deshalb konnte mich voll auf ein gutes Tempo konzentrieren und die Sprünge quasi attackieren. Ich denke, das war heute ein großer Vorteil, da ich so überall Vollgas geben konnte.“

Voll des Lobes war der Europameister dafür, dass das WEC die Möglichkeiten für weniger routinierte und jüngere Pferde geschaffen hat, die in derselben Arena Erfahrungen sammeln können, in der Spitzensport betrieben wird. „Es ist äußerst selten, dass man so viele Pferde mitbringen kann, um in einer so großartigen Anlage mit perfekten Bedingungen, einem so tollen Umfeld und einer so besonderen Atmosphäre so viel Erfahrung zu sammeln“, bemerkte er. „Es ist wohl einer der wenigen Orte weltweit, an denen das möglich ist, und wir sind sehr froh, dass wir hierherkommen und diese Chance nutzen können.“ Von den zwölf Pferden, mit denen Vogel bei FEI-Prüfungen Erfolge erzielt hat, sind acht Hengste, stellten die US-Kollegen fest. Er suche nicht gezielt nach Hengsten, vielmehr „finden sie uns quasi“, so Vogel. Sein Team habe ein gutes System entwickelt, um alle Hengste bei Laune zu halten, da sie spezielle Aufmerksamkeit benötigen, um entspannt und gelassen zu bleiben. Für Cardentos bedeute das, zweimal täglich zwischen Reiten und Wettkampf über das Turniergelände spazieren und jeden begrüßen, dem er begegnet. „Er redet auch sehr gern“, verriet Vogel augenzwinkernd über den stattlichen Schimmel. „Jedes Mal, wenn er aus dem Stall kommt, begrüßt er alle; jedes Mal, wenn er die Reithalle betritt, begrüßt er ebenfalls alle. Er ist umgänglich und ein sehr liebes Pferd. Ich denke, das macht ihn so toll. Er ist ein sehr positives Pferd und gibt immer sein Bestes.“

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