Durch den Nürnberger Burg-Pokal hat sie ihn 2024 pilotiert, dann folgte der Louisdor-Preis, jetzt Platz eins im nationalen Grand Prix de Dressage in Neumünsters Holstenhallen. Diamante Negro und Juliane Brunkhorst haben mit 73,040 Prozent die Qualifikation zum Championat der Pferdestadt Neumünster gewonnen. Auch danach blieb es „norddeutsch“: Mathies Rüder, Rolf-Göran Bengtsson und Hannes Ahlmann dominierten den Tag bei den VR Classics.

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Diamante Negro ist ein Pferd, dem scheinbar nichts schwerfällt, wie Brunkhorst immer wieder betont: „Er hat immer alles, was in seiner Altersklasse verlangt wird, mühelos abgeliefert.“ Erst der dritte Start in einem Grand Prix war es für den De Lorean-Nachkommen und er hat seine Ausbilderin, die er seit vier Jahren kennt etwas verblüfft. „Es war ein sehr entspanntes Abreiten. Er hat nicht geschwitzt und war total bei mir. Er hat keine Probleme mit der Atmosphäre hier und war komplett fokussiert“, berichtete Brunkhorst nach ihrem Ritt. Besonders beeindruckt war Brunkhorst von der Selbstverständlichkeit, mit der ihr Sportpartner die Lektionen absolvierte: „Ich hatte von Anfang bis Ende ein ganz tolles Gefühl. Diese Leichtigkeit, mit der er wirklich alle Lektionen geht, gefällt mir besonders gut. Es hat einfach Spaß gemacht.“ Mit Fürst Enno wird Juliane Brunkhorst im Weltcup in Neumünster antreten, DSP Masterpiece geht im CDI1*.
Derweil dominierte Schleswig-Holsteiner auch im Parcours. Die VR Classics präsentieren sich gewissermaßen wie ein Hallen-Championat des Nordens mit internationalen Gästen. Das Eröffnungsspringen gewann am Nachmittag Mathies Rüder mit Flora V sehr souverän vor Hilmar Meyer aus Morsum bei Verden mit Orion ter Doorn und Tomma Thiesen mit Big Lady ZE. Rüder und Thiesen kommen beide von der Ostseeinsel Fehmarn. Da gehört Reiten ja ohnehin “zum guten Ton”… Das S*-Springen als Teil des Championats der Pferdestadt Neumünster “In Memoriam Breido Graf zu Rantzau” gewann ein Schwede: Rolf-Göran Bengtsson mit Mastermind b2. Bengtsson ist allerdings seit gut zwei Jahrzehnten “Wahl-Schleswig-Holsteiner” aus Breitenburg. Den (vorläufigen) Schlusspunkt unter soviel Lokalkolorit setzte dann im internationalen Weltranglistenspringen Hannes Ahlmann. Der Jung-Profi aus Reher siegte mit der Holsteiner Stute Tokyo vor Clara Blau und der Niederländerin Jody van Gerwen. Alle Ergebnisse gibt es hier.
