CSI5* Doha – Saudi-Arabien mit Doppelerfolg im Großen Preis, Christian Ahlmann wird Vierter

Während in Europa hocherfolgreich großartige Pferde gezüchtet werden, Turnierveranstalter teilweise zu kämpfen haben, holt die arabische Welt im Sport auf. Beim hochdotierten CSI5* Doha H.H. Amir`s Sword sorgte Saudi-Arabien für einen bemerkenswerten Doppel-Erfolg dank Abdullah Al Sharbatly mit der Selle Francais-Stute Diriyah (Dubai du Cedre)und Khaled Almobty mit der Zangersheider Stute Diana du Plevau Z. Platz eins und zwei für die beiden Saudis im mit 1,5 Mio Euro dotierten Großen Preis in der Longines Arena in Doha..

Nicht der schönste Stil, aber aus spektakulärer Perspektive – Abdullah Alsharbatly und Diriyah im Großen Preis von Doha. (Foto: Lukasz Kowalski)

Ciao Europa, könnten Spötter sagen, wäre da nicht Belgiens Mannschafts-Europameister Peter Devos mit seiner Stute Casual DV Z, die beide auf Platz drei sprangen. Und direkt dahinter landete Christian Ahlmann mit Untouched LB von Richard Vogels EM-Pferd United Touch S einen mit 150.000 Euro versüßten vierten Platz. Auf Rang zehn sprang die norddeutsche Erfolgsreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit Cellgon Cascais, dem DSP-Hengst von Colestus, der ihrem Vater Friedrich Meyer gehört und aus der Zucht von Denis Grubitzsch stammt. 

Ziemlich fröhlich – Khaled Almobty, Abdullah Al Sharbatly und Pieter Devos. (Foto: Grasso/DET-Al Shaqab)

In den Logen sah man Gäste “ausflippen”, die Freude über den doppelten Triumph war riesengroß, kommt sowas doch schließlich nicht alle Tage vor und ist letztlich auch mit europäischen Know-How verbunden. Etliche Trainer und Ställe in Europa, sowie gut vernetzte Pfederhändler machen es möglich. Wer sich darüber beklagt, blendet aus, das Pferde auch verkauft werden (müssen). Der in London geborene Al Sharbatly trainierte anfengs bei Peter Charles, später dann in Belgien bei Stanny van Paesschen. Khaled  Almobty ist 27 Jahre jung und hatte seine größten Erfolge bislang bei Asienspielen und beim Weltcup-Finale 2024. Beide Reiter profitieren von der Qualität der Pferde, die aus europäischen Warmblutzuchten stammen. Diriyah dürfte weitaus besser als Dubai du Cedre bekannt sein. Die Stute gewann mit dem Franzosen Julien Epaillard Team-Silber bei den Olympischen Spielen, wurde an Iron-Dames-Mäzenin Deborah Meier verkauft für Janne Friederike Meyer-Zimmermann und gegen Ende letzten Jahren erkor man in Saudi-Arabien Abdullah Al Sharbatly als neuen Reiter.Seither trägt die Stute den Namen Diriyah, wie die gleichnamige Stadt und der Royal Diriyah Equestrian & Polo-Club.

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