Siegerehrungen kann er: im Sattel und auch außerhalb. Am Freitag war Europameister Richard Vogel bei der Hongkong International Horse Show der Promi, der der jungen Siegerin der Asian Youth Challenge gratulierte und den Preis überreichte, am Samstag war er selbst gefordert. Mit dem Holsteiner Hengst Cloudio jumpte der 28-jährige auf Platz zwei in der mit 56.800 Euro dotierten Longines Stakes (1,50m). Schneller war lediglich der Franzose Kevin Staut mit der zehn Jahre alten Kannonqulan.


21 Starter zählte die Speed-Class, für die der portugiesische Parcourschef Bernado Costa Cabral verantwortlich zeichnete und in der acht Reiter und Pferde fehlerfrei blieben. Der Hongkong-Auftaktsieger Hans-Dieter Dreher und Harley de la Cense sammelten ebenso einen Fehler ein wie der junge Mikka Roth mit Ferrero du Rouet.
Vogels Casall-Sohn beeindruckte mit Vermögen, kurzen Wendungen und ein Fünkchen Glück war auch dabei. Der Gast aus Deutschland wurde vom chinesischen Publikum gefeiert und dankte mit dem berühmten “Daumen hoch” und verschenkte seine Schleife in der Siegerehrung an eine junge Fangruppe an den Rails. “Richie hat eine sehr schnelle Runde abgeliefert”, fasste Kevin Staut zusammen, “da hat man dann wenig Raum, um einen Sieg zu landen. Aber meine Stute ist tatsächlich richtig schnell.” Vogel war wie so oft begehrter Gesprächspartner auch bei Ausstellern und den Organisatoren. Sieben Stunden Zeitdifferenz – Hongkong ist Europa vorraus – haben offenbar keine nachteiligen Auswirkungen auf die Performance von Reitern und Pferden.
