
Mit gerade einmal 23 Jahren ist Christian Simonson noch im Altersbereich für U25-Wettbewerbe. Dennoch stürmte er am ersten „Friday Night Stars“-Abend der Kür beim Adequan® Global Dressage Festival (AGDF) 2026 in Wellington, Florida, an die Spitze der Rangliste. Mit einer neuen persönlichen Bestleistung in der IDA Development FEI World Cup™ Grand Prix Kür sicherte er sich zudem seinen Platz im World Cup™ Finale, das im April in Fort Worth, Texas, stattfindet.
Er und der Ausnahmehengst Indian Rock feierten vor vollen Rängen und ausverkauftem Publikum im International Club während der Lloyd Landkamer Memorial Week, dem Auftakt der zwölfwöchigen AGDF-Turnierserie, einen beeindruckenden Sieg mit 81,445 %. Simonson begann seine internationale Karriere erst im Mai 2025 mit dem 13-jährigen Apache x Vivaldi-Hengst, der Heidi Humphries von Zen Elite Equestrian gehört. Die beiden sind in acht gemeinsamen Starts weiterhin ungeschlagen.
Es war ein rein amerikanisches Podium: Geñay Vaughn und der 15-jährige Bretton-Woods-Wallach Gino ihrer Mutter Michelle Vaughn – als Letzte der acht Starter – belegten mit 75,79 % den zweiten Platz. Es war ein Abend der persönlichen Bestleistungen: Ashley Holzer erzielte mit 75,01 % auf ihrer eigenen 14-jährigen San-Amour-Stute Hawtins San Floriana, die sie zusammen mit Diane Fellows ritt, eine weitere Bestleistung.
Die Prüfung diente gleichzeitig als Qualifikation für die US Equestrian Open of Dressage, die nun in ihre zweite Saison geht. In diesem Jahr finden 24 Qualifikationsprüfungen statt – sieben davon im Rahmen der AGDF – bevor das Finale im November in Kalifornien ausgetragen wird. Simonson führt derzeit die Rangliste mit 40 Punkten an , Vaughn liegt mit 30 Punkten auf dem zweiten Platz.
Für Simonson war die Chance, bei AGDF unter Flutlicht zu fahren, ein besonderer Erfolg für seinen Joost Peters. Ein Musikmedley aus den Rocky-Filmen – ein Traum wurde wahr.
„Am Ende der Prüfung schüttelte ich fassungslos den Kopf“, sagte Simonson, die mit der dreimaligen US-Olympiateilnehmerin Adrienne Lyle trainiert. „Seit ich reite, besuche ich diese Show und habe immer gehofft, eines Tages bei Friday Night Stars mitmachen zu können, denn sie ist der Inbegriff atemberaubender Dressurküren in Florida. Auf der letzten Mittellinie dachte ich nur: ‚Wow, das bin ich, der das mit Indian Rock macht. Ich kann es nicht fassen.‘ Es ist ein seltsames Gefühl, einen Kindheitstraum in Echtzeit wahr werden zu sehen; diese ganze Show war einfach surreal.“
