CSI4* Doha – Böckmanns Lord Pezi Junior gewinnt mit Abdullah Al Sharbatly

Der Sieg im Hauptspringen des Tages beim CSI4* in Qatar ging an einen bemerkenswerten Oldenburger Hengst und seinen aktuellen Reiter Abdullah Al Sharbatly aus Saudi-Arabien. In 39,95 Sekunden glückte beiden das Stechen und verriet, mit welch außergewöhnlichem Springvermögen und Leistungsbereitschaft der Oldenburger Hengst Böckmanns Lord Pezi Junior aus der Zucht von Werner Meyer  ausgestattet ist. Davon profitiert sein Reiter, der den Lord Pezi-Quattro-Sohn seit ca. 1,5 Jahren reitet. 

Lord Pezi Junior bescherte seinem Reiter Abdullah Al Sharbatly den Sieg im 4*-Springen in Doha. (Foto: Lukasz Kowalski)

Auf dem Podium trafen sich in Doha drei, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Sieger, der 2010 bei den Weltreiterspielen Einzel-Silber gewann mit Seldana Di Campalto, der beste Springreiter Österreichs, Max Kühner, der mit EIC Quantum Robin V ein “ferderleicht” aussehendes Stechen ablieferte (40,73 sec.) und die erst 24 Jahre junge Sienna Charles, Tochter von Mannschafts-Olympiasisger Peter Charles und Schwester von Harry Charles, der 2024 mit der britischen Equipe Gold gewann. Fliegengewicht Sienna saß im Sattel der 16 Jahre alten OS-Stute Stardust von Chacco-Blue.

EIC Quantum Robin V – Sportpartner von Max Kühner. (Foto: Lukasz Kowalski)

Des Siegers Ruf ist nicht der Allerfeinste, auch wenn es ruhiger um den 43-jährigen geworden ist. Weltmeister Philippe Le Jeune fand wenig Erbauliches am Co-Finalisten der WM. 2006 wurde Al Sharbatly von der FEI wegen Dopings (Testosteron) gesperrt, 2012 wegen unerlaubter Medikation (Phenylbutazon und Oxyphenbutazon). Nach Anfechtung des Urteils 2012 verkürzte der Internationale Sportgerichtshof CAS die Sperre auf zwei Monate. Das hat sogar den International Jumping Riders Club (IJRC) zu Kritik bewogen. Wer bei ClipMyHorse.tv zuschaute, dürfte in Doha zumindest die immer wieder rechts aus dem Maul von Lord Pezi Junior heraushängende Zunge bemerkt haben. Das ist nun kein Drama, aber auch kein Zeichen für Wohlbefinden oder Zufriedenheit. “Ich liebe ihn, es ist großartig”, sagte Al Sharbatly im Siegerinterview über den Hengst. 

33 Paare gingen in Doha an den Start, zwei schieden aus, vier gaben auf. Darunter auch Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit My Lady Lavista, mit der sie am Freitag den Auftakt gewann. Und auch Edwina Tops-Alexander (AUS) und die Derby-Zweite Caroline Rehoff-Pedersen verzichteten so wie ihre deutsche Kollegin dankend.

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