Der Neujahrstag geht, wie man zumindest im Norden sagt, „sutje“ los: Vet-Check steht auf dem Plan und ein wenig Warm-Up für das erste CSI4*/ 2* des Jahres 2026. In Doha/ Qatar geht internationaler Springsport gewissermaßen nahtlos weiter, nachdem im belgischen Mechelen bis zum 30. Dezember drei Weltcup-Qualifikationen beendet wurden. Wer kann, ist da schon Richtung Doha geflogen. Im Wüstenstaat gehen Torben Köhlbrandt, Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Philipp Weishaupt auf Schleifenjagd.

21 Prüfungen bietet das allererste CSI des neuen Jahres in der arabischen Welt, darunter viel für jüngere Pferde beim CSI2*, aber eben auch achtbar dotierte Springen im CSI4*. Für viele Europäer ist Dohas Turnier der Auftakt für eine ganze Reihe von Turnieren in der Region und in benachbarten Ländern. Draußen reiten, der Hallensaison ein „Schnippchen“ schlagen, wenn man nicht gerade im Weltcup auf Punktejagd geht oder einfach ungestört Routine sammeln mit Pferden – all das sind gute Gründe, nicht nur im WM-Jahr. Drei Arenen bietet das CSI – soviel Platz ist nicht mal in Aachen.
Der Standort Doha ist inzwischen durchaus bekannt. Dort wird alljährlich das CHI Doha ausgetragen und auch die Global Champions Tour macht dort Station. Das Zentrum besteht aus mehr, als dem riesigen Stadion. Dort wird vor allem für Kinder und Jugendliche durchgängig Kontakt zum Pferd ermöglicht, Reitunterricht, Vorführwettbewerbe und sicherlich ist das wie in Europa auch, eher für etwas „betuchtere“ Interessenten möglich. Al Shaqab ist genauso auch Schauplatz für Zucht-Events. Arabisches Vollblut, inzwischen aus Europa wieder re-importiert, hat an Bedeutung gewonnen. Zwar sind die Arabian Horse-Shows aus europäischer Sicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber deswegen keineswegs grundsätzlich schlechter. das Gazal-Center in Al Shaqab ist auch Ausbildungszentrum und Trainingsstätte für Züchter.
