Londons Top-Turnier endet mit furiosem Sieg von Tom Wachman

Der erst 20 Jahre junge Ire Tom Wachman hat zum Abschluss der London International Horse Show den mit 110.000 Euro dotierten Großen Preis der Turkish Airlines mit dem zwölf Jahre alten französischen Wallach Do it Easy gewonnen. Für den jungen Iren ein großer Erfolg und ein Top-Ereignis. „Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel, er ist natürlich eine große Sache. Ich habe das große Glück, so viele tolle Pferde reiten zu dürfen. Es liegt in erster Linie an den Pferden, aber auch die anderen Beteiligten spielen eine wichtige Rolle. Ich stehe zwar ganz oben, aber dahinter steckt unglaublich viel Arbeit von meinem Team,” stellte der glückliche Sieger deutlich klar.

Do it Easy machte es leicht für Tom Wachman in London. (Foto: LIHS/ Peter Nixon)

Tom kommt aus einer Familie mit Pferdesportleidenschaft, allerdings in einer anderen Disziplin. Er ist der Enkel von John Magnier, dem 77-jährigen Impressario des Coolmore Stud, eines der weltweit erfolgreichsten Vollblutgestüte. Die Zentrale liegt im County Tipperary, große und bedeutende Niederlassungen gibt es in den USA und Australien und auch in Frankreich ist der Coolmore-Einfluss unübersehbar. Magnier ist ein Selfmademan, der mit 15 Jahren erst die Verantwortung für den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb übernehmen musste und danach zu einem irischen Wirtschaftsmagnaten aufstieg.

Auf den zweiten Platz sprang Kanadas Kara Chad mit Igor GPH vor dem Sieger des Weltcup-Springens, Max Kühner (AUT), der die Holsteiner Stute Greece im Großen Preis ritt. Lange kennen sich beide noch nicht, erst vor wenigen Wochen übernahm Kühner die Schimmelstute von Teike Friedrichsen. Bester Brite war John Whiatker mit Equine America Unick du Francport. Als erfolgreichsten Reiter ehrten Londons Turniermacher den Luxemburger Victor Bettendorf, der bei seiner Premier im ExCel drei Springen gewann und einmal Zweiter wurde. Das Einzige, was er bedauere sei, kein Brite zu sein: „Jedes Mal, wenn ein britischer Reiter im Parcours ist, bekomme ich Gänsehaut, weil das Publikum seine Landsleute so begeistert feiert.“ Alle Sportergebnisse hier.

Londons Horse Show Vielfalt

Fahrsport, Showing-Classes, das Shetland Pony Grand National, britische Pferdezucht, Kostümspringen, Jockey Challenge, Clinics mit Promis wie Equipechefin Di Lampard… Die Vielfalt des Londoner Turniers ist enorm und sie überschreitet Grenzen in andere Disziplinen. Das findet man in GB offenkundig ganz normal und leicht.  Die Tuffa Jockeys Challenge zugunsten des Injured Jockeys Fund bildete am Montagabend den krönenden Abschluss von fünf Tagen bei der London International Horse Show.

Zwei Jockey-Teams – das Team des mehmaligen britischen Jockey-Champions Oisin Murphy und das von Megan Nicholls, die selbst Rennen ritt und die Tochter des 14-maligen Champion-Trainers Paul Nicholls ist – traten auf geliehenen Pferden in einem unterhaltsamen Wettlauf gegen die Uhr über verschiedene Hindernisse an. Brian Hughes aus Oisins Team erwies sich als der Mann, den es zu schlagen galt. Er absolvierte den Parcours fehlerfrei in 25,69 Sekunden. Oisin belegte den zweiten Platz, während Joanna Mason für Megans Team Dritte wurde. Springreiter William Funnell fungierte als Trainer des Murphy-Teams, Vielseitigkeits-As Pippa Funnell coachte das Murphy-Team. „Das hat mir so viel Spaß gemacht wie schon lange nicht mehr. Es war toll, mit den Mädels und Jungs im Wettkampf dabei zu sein, und wir haben uns gegenseitig richtig angefeuert“, sso Megan Nicholls. Die Tuffa Boots Jockeys Challenge sammelt Spenden für den Injured Jockeys Fund, der verletzte oder nicht reitende Jockeys und ihre Familien unterstützt und seit seiner Gründung fast 19 Millionen Pfund für wohltätige Zwecke ausgezahlt hat.

Jockey Challenge bei der London Horse Show zugunsten eines Hilfsfonds für verletzte Jockeys und ihre Familien. (Foto: LIHS/ Peter Nixon)

Green Mile Bedding Pony Club Mini Major + Ridden Mountain & Moorland Championships

“Das war das Glanzlicht meiner Woche hier. Danke an Olivia, sie hat meinen Tag gerettet, meine Woche und sie macht mein Weihnachtsfest”, lobte Italiens Nationenpreisreiter Lorenzo de Luca seine Teampartnerin Olivia Eglise aus England. Olivia ist ungefähr elf Jahre alt und war Teampartnerin von de Luca im Pony Club Mini Major –  Springsport zu zweit mit Pony und Pferd. Der 19 jahre junge Millcroft Gilgamesh, Olivias Pony – Mole genannt – sei etwas speziell, brauche viele Leckereien und bleibe immer ein bißchen eigenwillig. Olivia konnte das prima handhaben und bescherte sich und Mangoon mit Lorenzo de Luca, der sichtlich Spaß an der Sache hatte, einen haarscharf heraus gerittenen Sieg.

Schön, gut geritten und geradezu elegant präsentierte sich der Sieger der BSPS Ridden Mountain and Moorland Championship: Salcombe Starehole Bay. Der elf Jahre alte Dartmoor-Hengst ist eigentlich die “Nummer 2” im Stall, durfte aber in London antreten und verschaffte seiner Reiterin den großen Triumpf. Bereits dreimal hat Katy Marriott-Payne das Championat gewonnen: “Hier zu gewinnen wird niemals, niemals langweilig. Nichts fühlt sich so gut an wie hier zu gewinnen.”

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