London: Weltcup-Sieg für Charlotte Fry – Viktor Bettendorf gewinnt weiter

Die Britin Charlotte Fry hat bereits am Donnerstag bei der London International Horse Show den Grand Prix mit dem Hengst Glamourdale gewonnen, heute folgte “prompt” der Sieg in der Weltcup-Kür. Auf Platz zwei und drei: Becky Moody mit Jagerbomb und Isabel Freese mit Total Hope OLD. Einen Doppelerfolg landete auch Luxemburgs Viktor Bettendorf: Nach dem Speed Stakes gewann der London-Debütant auch das Longines Christmas Cracker, diesmal mit Doha de Riverland.

Mit über 89 Prozent den Weltcup in London gewonnen – Charlotte Fry und Super-Galoppierer Glamourdale. (Foto: Peter Nixon)

Londons ExCel, das Ausstellungszentrum in den Docklands der britischen Hauptstadt ist riesig und das tut der London International Horse Show mit ihren Showing- und Hunterklassen, dem Pony Grand National, Dog Agility und den drei Weltcup-Disziplinen richtig gut. Kaum vorstellbar, alles was es so gibt, an einem Tag zu erkunden. Die International Arena ist einer der Haupt-Anziehungspunkte und am Freitag lockt der Dressur-Weltcup. Das Charlotte Fry den gewinnen könnte, wenn sie sich nicht gerade verreitet oder einen ganz schlechten Tag hat, davon durfte man getrost ausgehen. Die Kür für den KWPN-Hengst ist aufs Fliegen ausgelegt. Charlotte Fry: „Wir hatten die super-coole Idee, nur Lieder übers Fliegen zu verwenden, denn er ist Glamourdale Airlines – er fliegt in der Arena, warum also nicht die Musik dazu passend gestalten?“ 89,17 Prozent zeigte die Anzteigetafel, eines der besten (Flug)Ergebnisse für Fry und Glamourdale.

Nachgelegt in der Kür haben ihren Olympiakollegin Becky Moody mit Jagerbomb und auch Isabel Freese, Norwegerin aus Steinfeld, mit Total Hope OLD. Der war im Dezember 2024 bereits Zweiter im Londoner Weltcup. Mit 86, 41 Prozent unterstrichen Moody und Jagerbomb einmal mehr, warum sie im britischen Team eine Rolle spielen. Isabel Freese und der Totilas-Sohn Total Hope OLD kamen auf 81,69 Prozent und damit erneut auf`s Podium. Das der Hengst im vergangenen Jahr überhaupt im Weltcup ging, folgte dem Wunsch der Reiterin, nach den Olympischen Spielen ein neues Ziel zu haben – und sie fand es. Charlotte Dujardin, mit Alive and Kicking am Donnerstag noch Zweite, beendete die Weltcup-Kür auf Platz fünf.

Ein London-Debüt feiner Machart

Viktor Bettendorf ist erstmals in London dabei und der Springreiter machte sich bereits am Donnerstag mit Londons Publikum auf Encore Toi du Linon im Speed Stakes bekannt. Am Freitag dann der Coup im Christmas Cracker. Erfolgspartner war Doha de Riverland, ein zwölfjähriger Selle-Français-Wallach, den Bettendorf seit 18 Monaten reitet. Zuvor hatte Kevin Staut im Sattel des Wallachs gesessen. Im Stechen legten die beiden eine blitzschnelle Zeit hin, die nicht mehr zu schlagen war – obwohl der letzte Reiter, Donald Whitaker, und Milfield Colette (GBR) mit nur 0,13 Sekunden Rückstand den zweiten Platz belegten. Bettendorf: „Ich bin ein hohes Risiko eingegangen, weil ich die Prüfung unbedingt gewinnen wollte, und am Ende hat es sich ausgezahlt. Es hätte aber auch anders ausgehen können. Ich bin sehr froh, dass das Pferd verstanden hat, was ich wollte…”

Nochmal Viktor Bettendorf – diesmal im Longines Christmas Cracker mit Doha de Riverland. (Foto: Peter Nixon)

Bester Deutscher in London war Daniel Deusser mit Pepita van T Meulenhof BR auf dem siebten Rang. Marcus Ehning und Priam du Roset waren zwar qualifiziert für das Stechen, verzichteten jedoch auf die Schlussrunde. 

Exell im Excel – der weltbeste Fahrer bei einem der weltbesten Turniere

In dieser Saison bislang der „Unbeatable“ – Weltmeister und Weltcupsieger Boyd Exell. (Foto: Peter Nixon)

Dreimal wird in London zu Fahrsport deluxe gebeten. Am Freitag schon mal zur Extreme Driving Challenge, was einfach eine Indoor-Runde mit Stechen ist. All das hat es allerdings durchaus in sich. Gewonnen hat der weltbeste Fahrer, Australiens Boyd Exell mit Bajnok, Katydid Duchess, dem legendären Barny und Mad Max. Gut gefahren und auf Platz fünf – Deutschlands Anna Mareike Meier. An der Spitze waren es Exell und Belgiens Vize-Europameister Team, Dries Degrieck, die sich wenig schenkten. Für die Vierspänner geht es in London um Weltcup-Punkte –  keine Zeit für Geschenke. Mit Doppel-Europameister Bram Chardon und Vater Ijsbrand Chardon sind die hartnäckigsten Mitbewerber in London dabei und der Favorit gibt sich keinen Illusion hin: „So wie heute wird es kaum bleiben. Es dürfte Bram nicht gefallen haben, dass er das Drive-Off verpasst hat.“ Am Samstag wird zur ersten Weltcup-Runde mit Drive-Off gebeten, am Sonntag folgte die zweite und entscheidende Runde, die die Punkte für die Indoor-Serie liefert. Alle Ergebnisse gibt es hier. Live zu sehen ist die London International Horse Show außerdem bei ClipMyHorse.tv.

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