Greya und Kent Farrington – King of Genf im Rolex Grand Prix

Am Freitag hatte er sich noch über sich selbst geärgert nach Platz zwei im Top-Ten-Finale beim CHI Genf hinter Scott Brash:  “I rode stupidly”, stellte Kent Farrington fest. Was man auch getrost als “jammern auf hohem Niveau” betrachten kann. 48 Stunden später ist der US-Amerikaner der “König von Genf” dank seiner OS-Stute Greya, die dem Springreiter den Sieg im Rolex Grand Prix beschert hat. Bestes deutsches Paar sind Sophie Hinners und Iron Dames Singclair.

Flogen zum Sieg im Rolex Grand Prix – Greya und Kent Farrington in Genf. (Foto: scoopdyga/CHI)

Der Rolex Grand Prix ist Teil des Rolex Grand Slam, der never-ending-Serie über die Turniere Dutch Masters in den niederländischen Brabanthallen in Den Bosch, CHIO Aachen, Spruce Meadows Masters und eben CHI Genf. Farrington ist nun dank des Sieges in Genf (und 400.000 Euro Preisgeld) der Anwärter auf den Grand Slam, denn wer zwei Turniere hintereinander gewinnt, erhält einen Bonus von einer halbe Million Euro. Dafür müsste Kent Farrington also im März beim Dutch Masters in Den Bosch  antreten und gewinnen. Klingt an sich simpel…

Die elf Jahre alte Schimmelstute Greya von Colestus-Contender stammt aus der Zucht von Wilfried Sandmann und ist zweifellos eines der besten Sportpferde weltweit.  “Ich bin sehr sehr stolz auf Greya, sie ist durch die ganze Saison hindurch unglaublich gewesen”, so Kent Farrington. Allein sieben 5*-Grand Prix` hat die OS-Stute gewonnen 2025. Im Stechen war Angriff die Devise, 40, 04 fehlerfreie Sekunden bedeuten den Sieg und Greya ließ die Runde so aussehen, als würde sie mit den Abmessungen quasi spielen. Mehr als eine Sekunde langsamer kam der zweitplatzierte Shane Sweetnam (IRL) mit dem ISH-Wallach James Kann Cruz ins Ziel (41,39). Platz drei eroberte der Belgier Thibeau Spits mit Impress-k Van`t Kettenheye Z. 

Sophie Hinners und  Iron Dames Sinclair lieferten eine Bilderbuchrunde ab, wie das Video zeigt – mutig, flüssig und überlegt. Der schwedische Warmblutwallach ist zehn Jahre alt. Ebenfalls in die Top-Ten sprang Christian Ahlmann mit dem Zangersheider Hengst Dourkhan Hero Z als Siebter. Mit etwas weniger Fortune war das weitere deutsche Aufgebot unterwegs: Richard Vogel/ United Touch S, Daniel Deusser/ Otello de Guldenboom und Christian Kukuk und Checker hatten jeweils einen Fehler im Umlauf.

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