Das Team Riesenbeck International mit Philipp und Maximilian Weishaupt, Christian Kukuk und Marco Kutscher hat bei den Play-Offs der GCT in Prag das Halbfinale gewonnen. Damit steht das Team im Finale zusammen mit Basel Cosmopolitans, New York Empire,Prague Lions , den Rome Gladiators und Cavalleria Toscana. Wenn Sie mit den Namen keine Gesichter verbinden – macht nix, geht allen so. Der Sieg des Riesenbeck-Teams gerät fast ein wenig aus dem Fokus angesichts der Disqualifikation der Istanbul Warriors. Die wurden aufgrund eines nicht verschlossenen Helms eleminiert und sind mächtig sauer.

Regeln sind Regeln, wenn es sie gibt…
Doppel-Weltmeister Henrik von Eckermann machte seiner Verärgerung bei Instagram Luft: “Manchmal gewinnen wir, manchmal verlieren wir – das gehört zum Sport dazu, und als Athleten akzeptieren wir das. Doch wegen einer fragwürdigen Regelauslegung, die nichts mit der Leistung zu tun hat, auszuscheiden und dabei zu sehen, dass es in ähnlichen Situationen widersprüchliche Ergebnisse gab, ist schwer zu verkraften.”
Simon Delestres Helmriemen habe sich versehentlich, nur vier Sprünge vor Schluss, geöffnet. Keiner der Richter bemerkte den Fehler während des Ritts, die Null-Runde wurde gewertet, das Team wähnte sich qualifiziert für das Finale. Bis ein Richter die Reiter auf dem Abreiteplatz über die Disqualifikation informierte. Ein Mitglied eines anderen Teams hatte die Jury auf den geöffneten Helmverschluss aufmerksam gemacht. Nun ja.

Ganz schön schwer…
Das Halbfinale hatte es in sich – Stürze, Fehler, enttäuschte Hoffnungen. Die Cannes Stars, besser als Iron Dames bekannt, und auch die Shanghai Swans verzeichneten jeweils einen Sturz und katapultieren sich damit aus dem Finale. Die gute Nachricht: keine Verletzungen. Bei Christian Kukuk und Philipp Weishaupt, die beide 2023 zum siegenden Team Riesenbeck gehörten, weckte der Erfolg Erinnerungen: “Ich denke, Philipp und ich wollen dieses Gefühl noch einmal erleben. Ich glaube, der Tag vor zwei Jahren hier war einer der großartigsten unserer Karrieren, deshalb freuen wir uns sehr darauf, am Sonntag die Chance zu haben, zu kämpfen und dieses Gefühl noch einmal zu erleben.“ Philipp Weishaupt richtete den Blick auf das Format: „Wie wir hier sehen, gibt es drei Reiter, keine Streichwertung, man hat automatisch die Chance auf eine viel höhere Punktzahl, und wir springen hier um so viel Preisgeld. Wenn hier wirklich die Besten der Besten vertreten sind, muss es hart und schwieriger sein als eine normale GCL-Runde. Es ist schwieriger, es ist spannend, und es gibt keinen Raum für kleine Fehler.“ Hinter Riesenbeck folgten die Basel Cosmopolitans (Schou, Zanotelli, Almeida) und New York Empire (Lynch; Allen, Brash) auf den Plätzen zwei und drei.
