Großer Allianz Preis von Bayern: Gruppe I-Finale in München

Tiffany wird knapp geschlagen Zweite im Großen Allianz Preis von Bayern (Gr.I) 2024  Foto- Marc Rühl
Tiffany wird knapp geschlagen Zweite im Großen Allianz Preis von Bayern (Gr.I) 2024 Foto- Marc Rühl

Die großen Galopprennen Deutschlands haben einen festen Platz im internationalen Kalender. Diese Tatsache bestärkt auch das siebte und letzte Gruppe I-Rennen der Saison am kommenden Samstag auf der Galopprennbahn in München-Riem. Auch im Großen Allianz Preis von Bayern treten starke Gäste aus England, Frankreich und Norwegen an, die eine harte Prüfung für die heimischen Vollblüter darstellen. Unter den neun Kandidaten, die sich um die 155.000 Euro Gesamtdotierung in dem 2.400m-Rennen bemühen, werden fünf im Ausland trainiert. 

Die interessanteste Teilnehmerin dürfte die fünfjährige Tiffany sein, trainiert von Sir Mark Prescott für den Elite Racing Club im englischen Newmarket. Sie schien im vergangenen Jahr schon die sichere Siegerin, doch Assistent sorgte mit einer leidenschaftlichen und kämpferischen Leistung am Ende doch dafür, dass der begehrte Titel im Lande blieb. Danach pausierte die Stute bis Ende September, meldete sich mit einem zweiten Platz im Preis von Europa (Gr.I) in Köln eindrucksvoll zurück. Nun bekommt sie eine erneute Chance, auch auf höchster Ebene zu gewinnen. Ihre Bilanz kann sich sehen lassen: Sieben Siege und fünf Platzierungen bei 14 Starts. 

Der Derbyzweite Convergent kommt

Doch die Konkurrenz scheint stark: Aus England kommen zwei Dreijährige angereist. Vor allem der von Karl Burke vorbereite Convergent hat beste Meriten: Im Deutschen Derby (Gr.I) nur knapp von Hochkönig geschlagen, gewann er anschließend in Irland und Frankreich zwei Gruppe-Rennen. In der Gr.II-Prüfung in Longchamp blieb er vor Bay City Roller, den George Scott an die Isar schickt. Der Brite hat Spaß am deutschen Rennsport, gewann er doch vor kurzem zum zweiten Mal in Folge das Deutsche St. Leger in Dortmund.

Ein alter Bekannter in München ist der vom französischen Altmeister André Fabre trainierte Junko. Er gewann 2023 den Großen Allianz Preis von Bayern. Dass der Sechsjährige im Besitz der Gebrüder Wertheimer für so eine Aufgabe immer noch gut genug ist, zeigte er im Großen Preis von Berlin (Gr.I), als er nur von Weltstar Rebel’s Romance bezwungen wurde.

Das deutsche Aufgebot führt der dreijährige Lazio aus dem Stall Lucky Owner an. Ein dritter Platz im Deutschen Derby und ein dritter Rang im Großen Dallmayr-Preis (beide Gr.I) gegen starke internationale Konkurrenz sind handfeste Auszeichnungen für den Schützling von Waldemar Hickst. Es reitet wieder Martin Seidl, der Lazio für das beste deutsche Pferd des Jahrgangs 2022 hält. Alleno (Trainer Marcel Weiß), Cold Heart (Peter Schiergen) und auch der frische Gr.III-Sieger aus Baden-Baden, der von Marian Falk Weißmeier trainierte Rashford, sind wie der aus Norwegen anreisende Ami de Vega (Jan-Erik Neuroth) klare Außenseiter in dem Klassefeld.

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