
Fachlicher Tiefgang, internationale Perspektiven und persönliche Begegnungen prägten das Handicap-Seminar, das Deutscher Galopp am vergangenen Wochenende in Köln ausrichtete. 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht Nationen waren angereist, um zwei Tage lang intensiv über die Kunst des Handicappings zu diskutieren – also darüber, wie die Leistungen von Rennpferden im internationalen Vergleich fair eingestuft werden können.
Geleitet wurde das Seminar von Dominic Gardiner-Hill, dem Chef-Handicapper der British Horseracing Authority und Co-Chairman der weltweiten Handicapper. Unter seiner Moderation wurden unterschiedliche nationale Systeme vorgestellt, verglichen und hinterfragt. Der offene Austausch zeigte, wie vielfältig die Ansätze sind – und wie sehr alle Beteiligten von den Erfahrungen der anderen profitieren können.
„Der Dialog über Ländergrenzen hinweg ist für unseren Sport unverzichtbar“, betonte Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp. „Nur wenn wir uns international austauschen und voneinander lernen, schaffen wir die Grundlage für einheitliche Standards und noch mehr Fairness im Rennsport.“
Neben den intensiven Workshops kam auch die persönliche Begegnung nicht zu kurz. Am Samstagabend traf sich die internationale Runde zum gemeinsamen Dinner, bei dem die Gespräche über den Rennsport in lockerer Atmosphäre weitergingen. Am Sonntag stand eine Führung über die Rennbahn Köln-Weidenpesch sowie ein Besuch der Trainingsställe auf dem Programm, bevor die Delegation beim traditionsreichen Preis von Europa einen sportlichen Höhepunkt erlebte. Auf Einladung von Sandra Paul, Vorsitzende der Mehl-Mülhens-Stiftung, konnten die Gäste den Renntag bei strahlendem Spätsommerwetter in vollen Zügen genießen.
Daniel Krüger zog ein durchweg positives Fazit: „Es war eine große Freude, Gastgeber dieses hochkarätigen Treffens zu sein. Die Atmosphäre war von Respekt, Neugier und Offenheit geprägt – eine ideale Basis, um künftig noch enger international zusammenzuarbeiten.“
Mit dem Kölner Seminar hat Deutscher Galopp ein klares Signal gesetzt: Der Austausch unter den Handicappern wird nicht nur gepflegt, sondern aktiv gefördert – und Deutschland übernimmt dabei eine Gastgeberrolle von Gewicht.
