
Nach den gestrigen Einspännern der Ponys traten am Freitag die Zweispänner und Vierspänner (Mannschaft) an. Wie erwartet, wurden sie von sommerlichem Sonnenschein begrüßt, der Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen zum Lächeln brachte. Zum Abschluss des Tages wurden bei der traditionellen Siegerehrung des Dressurwettbewerbs die drei besten Teams jeder Kategorie geehrt. Eine besondere Trophäe, die nach dem berühmten Norman Cob benannte „Trophée Nectar de Nesque“, ging an Maria Buchwald (DEN), die die beste Dressurleistung aller Teilnehmerinnen ablieferte. Maison Poursin, der älteste Schnallenhersteller und langjähriger Partner des Kutschsports und der Veranstaltungen des Haras National du Pin, verlieh den „Prix d’Elegance“ an sechs ausgewählte Fahrer, deren erster der Ire John Kennedy war. Abschließend feierte Maison Poursins Direktor Karl Lemaire den 20. Jahrestag des Weltmeistertitels von Suzy Stafford (USA) und dem Pony Cefnoakpark Bouncer im Jahr 2005 und bedankte sich besonders beim Ponybesitzer Wayne Humphreys, der eigens aus den USA angereist war.
| Zwei Ponys: Maria Buchwald (DEN) schlägt die WeltranglistenersteDie Pony-Zweiergespanne eröffneten den zweiten Wettkampftag mit ihrer ersten Prüfung, der Dressur. Nachdem die Einzelfahrer ihre Runden absolviert hatten, ging es mit den ersten Mannschaftsteilnehmern richtig los. Der Belgier Pieter van den Broeck, aktuell Nummer 7 der Weltrangliste, übernahm zur Halbzeit des Wettbewerbs die Führung. Knapp eine Stunde später musste er Rene Jeurink (GER) den Platz überlassen. Nach der Mittagspause überholte ihn die ehemalige Weltmeisterin (2015), Anna Grayston (GBR), um wenige Hundertstelpunkte. Doch die endgültige Entscheidung über das Podium dieser Dressurprüfung fiel erst, als die letzten vier Fahrer in den Parcours gingen. Rodinde Rutjens (NED), seit Monaten unangefochtene Weltranglistenerste, musste sich am Abend Christof Weihe (GER) und vor allem Maria Buchwald (DEN) geschlagen geben, die den zweiten bzw. ersten Platz belegten. Der dänische Reiter, die Nummer 2 der Welt, belegte bei den Weltmeisterschaften 2023 im Einzelwettbewerb den 7. Platz, nachdem er bei der Ausgabe 2021 derselben Meisterschaften, die hier im Haras National du Pin ausgetragen wurden, im Einzel den 9. und im Mannschaftswettbewerb den 6. Platz belegt hatte. Auf französischer Seite blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Der französische Spitzenreiter Jean-Frédéric Selle leistete sich einige Fehler, die ihn in der vorläufigen Gesamtwertung auf den 13. Platz zurückwarfen. Seine Teamkollegin Eve Cadi Verna , französische Meisterin 2025, reitet ihr neues 7-jähriges Pony und liegt mit dem 17. Platz nicht weit hinter ihm. |
| Vier Ponys: Die Schweiz ist noch im Rennen…!Den Abschluss des Nachmittags bildeten die Vierer-Pony-Teams mit 16 Teams am Start. Nach der ersten Runde ging Patrick Harrer (GER) mit knappem Vorsprung in Führung. Fachkundige Zuschauer glaubten fest daran, dass die Weltranglistenerste Marijke Hammink (NED) das Turnier dominieren würde. Doch dabei wurde nicht mit dem Talent von Yannik Scherrer (SUI) gerechnet. Obwohl er derzeit nur auf Platz 10 der Weltrangliste steht, gewann er 2021 und 2023 zwei Silbermedaillen im Mannschafts- und Einzelwettbewerb. Daher ist es keine Überraschung, dass er die heutige Dressurprüfung gewinnt! Zugegeben, er liegt nur etwas mehr als einen Punkt vor seinem engsten Rivalen, dem Deutschen Steffen Brauchle , und knapp vor Marijke Hammink (NED). Und der Marathon morgen, der um 9.30 Uhr beginnt, könnte die Dinge durchaus aufmischen. |
Prix d’Elegance Maison Poursin: die Gewinner
1/ John Kennedy (IRL)
2/ Anna Racking (SWE)
3/ Karina Blaabjerg (DEN)
4/ Denise Loewe (USA)
5/ Lucy Cerna (CZE)
6/ Sarah Howe (GBR)
