FEI-Fahrweltmeisterschaft für kombinierte Ponys kehrt nach Frankreich zurück

Cédric Scherrer (SUI) mit Donovan's Dusty, Gewinner der FEI-Fahrweltmeisterschaft für Pony-Einspänner 2023 in Oirschot (NED). © FEI/Martin Dokoupil
Cédric Scherrer (SUI) mit Donovan’s Dusty, Gewinner der FEI-Fahrweltmeisterschaft für Pony-Einspänner 2023 in Oirschot (NED). © FEI/Martin Dokoupil

Die 12. FEI-Weltmeisterschaft im kombinierten Ponyfahren kehrt vom 17. bis 21. September an den historischen Austragungsort Le Pin au Haras (FRA) zurück, wo sie auch 2021 stattfand. Zwanzig Nationen werden in drei Klassen für Einspänner, Zweispänner und Vierspänner mit 88 Athleten und 205 Ponys vertreten sein.

Starker niederländischer Kader

Kurz nach den beiden Mannschaftsgoldmedaillen bei der FEI Para Driving World Championship und der FEI Driving European Championship für Vierspänner in Lahden (GER) sind die Niederländer erneut das Team, das es zu schlagen gilt. Sie hoffen auf den dritten Titel in Folge, nachdem sie 2021 und bei der letzten Meisterschaft 2023 in Oirschot (NED) Gold holten.

Obwohl die Mitglieder der Nationalmannschaften erst nach der Trabprüfung bestätigt werden, wird erwartet, dass die Niederländerinnen auf ihre drei Weltranglistenersten im Pony-Ranking zurückgreifen werden. Amtierende Meisterin im Pony-Zweispänner ist Rodinde Rutjens (NED), die ihren vierten Einzeltitel in Folge anstrebt und seit ihrer ersten Weltmeisterschaft 2015 dreimal im siegreichen Team war. Marijke Hammink (NED) ist die amtierende Meisterin im Vierspänner und hofft auf ihren dritten Einzeltitel in Folge, und im Einspänner strebt Marije Willemsen (NED) einen individuellen Erfolg an.

Deutschland im Rennen

Das deutsche Team hat seit der ersten Weltmeisterschaft 2003 in Karlstetten (AUT) sieben Goldmedaillen gewonnen, während die Niederlande viermal Gold mit der Mannschaft holten. 2003 gewann Deutschland alle drei Einzeltitel, und der Einzelsieger Tobias Bücker (GER), der 2009 auch Vierspännermeister wurde, ist in der Einspännerklasse gemeldet. Die Einzel-Bronzemedaillengewinnerin von 2023, Anna Genkinger (GER), kehrt zurück, ebenso wie Steffen Brauchle (GER), Bruder von Michael Brauchle (GER) von Horse Fours, der 2023 ebenfalls Bronze gewann und 2019 in Kisbér-Ászár (HUN) Vierspännermeister wurde.

Teamauswahl

Bei der Kombinationsmeisterschaft gibt es drei separate Klassen. Die Mannschaftswertung wird anhand der zwei besten Ergebnisse von jeweils drei Athleten in den Klassen Einspänner, Zweispänner und Vierspänner ermittelt. Daher wird erwartet, dass sieben Nationen am Mannschaftswettbewerb teilnehmen. Neben den Niederlanden und Deutschland sind derzeit auch Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland und die Schweiz teilnahmeberechtigt.

Großbritannien schickt zwar eine starke Mannschaft ins Rennen, kann aber aufgrund des fehlenden Vierspänners keine Nationalmannschaft stellen. Vertreten wird das Team jedoch von der Pony-Zweispänner-Weltmeisterin 2015, Anna Grayston (GBR), die sich auf ihre erste Weltmeisterschaft seit ihrem historischen Sieg in Breda (NED) freut.

Sie sagte: „Vor zehn Jahren war ich die Nummer eins der Welt. Ich hatte eine großartige Saison mit vielen Siegen und es wurde erwartet, dass ich den Weltmeistertitel gewinne. Daher stand ich unter großem Druck. Dieses Mal sind meine walisischen Stuten noch recht neu auf diesem Wettkampfniveau und haben nur wenige Kilometer zurückgelegt – wir waren erst bei einem einzigen Turnier in Europa, nämlich im Juli in Bornem (BEL).

„Ich freue mich wirklich darauf, die Veranstaltung und den Veranstaltungsort zu genießen und dabei mehr zu lernen, was wir bei jedem Wettbewerb tun, ohne zu viel Druck.“

Anna Grayston
(GBR)

Neben Anna ist Sara Howe (GBR) im britischen Team, die ebenfalls einen Pony-Zweispänner fährt. Sara hat Großbritannien bei jeder Pony-Weltmeisterschaft, außer 2023, in allen drei Klassen vertreten und war kürzlich in Lähden als Trainerin des britischen Para-Teams, das die Bronzemedaille gewann.

Aus den weiter entfernten Nationen sind in der Einzelklasse die australische Weltranglistendritte Janelle Marshall (AUS) vertreten, aus Kanada Alexia Guillemette (CAN) und aus den USA kommen drei Athletinnen: Anna Koopman (USA), Denise Loewe (USA) und Sarah Reitz (USA).

Goldener Appell

Die FEI-Fahrweltmeisterschaft für Ponys in der Kombination war ein fruchtbarer Boden für zukünftige Champions. Zu den ehemaligen Pony-Champions gehört der aktuelle Vierspänner-Europameister Bram Chardon (NED), der zwischen 2011 und 2015 dreimal Pony-Vierspänner-Champion war. 2013 hieß der Einspänner-Champion Martin Hölle (HUN), der gerade seinen fünften Weltmeistertitel in Folge bei den Zweispännern gewonnen hat. Tara Wilkinson (GBR) gewann 2017 den Titel bei den Zweispännern mit zwei Ponys, die in Lähden waren und von britischen Para-Fahrern eingesetzt wurden, und sie war Teil des Teams, das bei der Zweispänner-Weltmeisterschaft in Beekbergen (NED) die Silbermedaille gewann. Und der Sieger der Zweispänner-Pferde 2009 war Daniel Scheiders (AUT), der bei der Europameisterschaft den Marathon in Lähden gewann.

Historischer Veranstaltungsort

Die atemberaubende Kulisse von Le Pin au Haras hat sich zu einer legendären Kulisse für die Weltmeisterschaften im Fahrsport entwickelt und war in den letzten Jahren Austragungsort von Meisterschaften im Einspänner-, Zweispänner- und Pony-Kombinationsrennen. Der Marathon findet rund um den wunderschönen Parc du Hautbois statt. Der Parcoursdesigner ist diesmal Josef Middendorf (GER), der die Hindernisse und Parcours für die Vierspänner-Weltmeisterschaft 2022 in Pratoni (ITA) entworfen hat.

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