Sandor Szasz gewinnt GP-Qualifikation am Chiemsee – Kür-Sieg für Jessica von Bredow-Werndl

Das Chiemsee Pferdefestival steuert auf das Finale zu und das nicht ohne eine üppige Portion feinster Unterhaltung, kurioser Ideen und spannenden Sport. Der Ungar Sandor Szasz gewann am Samstag mit Pm Quintera die zweite Qualifikation zum Großen Preis am Sonntag, Julia Gorski verbuchte mit der Westfalen-Stute Kanbarry den Finalsieg im CSI der sechsjährigen Pferde und Jessica von Bredow-Werndl holte sich mit Diallo nach dem Grand Prix-Sieg auch Platz eins in der Kür.

Finalsieg für Julia Gorski (mi.) und ihre sechsjährige Kanbarry am Chiemsee. (Foto: Team Myrtill)

Schon morgens strahlte Julia Gorski ziemlich zufrieden und aus gutem Grund: Mit der sechs Jahre alten Kannan-Tochter Kanbarry gewann die 38-jährige aus Castrop-Rauxel das CSI-YH-Finale der sechsjährigen Springpferde. Kanbarry gehört der Reiterin nicht nur, Gorski ist auch Züchterin der braunen Westfalen-Stute aus einer Mutter von Christiano. Da macht so ein Sieg doppelte Freude. Nur wenig später schaute eine weitere Amazone sehr zufrieden auf dem Gut Ising, denn Elisabeth Meyer aus Hüttental glückte ähnliches wie der Kollegin Gorski – sie gewann mit der französischen Stute Imalaya des Forets das CSI-YH-Finale der siebenjährigen Pferde. Insgesamt gesehen, hatten die Frauen einen überaus erfolgreichen Tagesauftakt. 

Abends unter Flutlicht setzte sich das fort. Doppel-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl tat, was sie gut kann – gewinnen. Mit dem Hannoveraner Dancier-Nachkommen Diallo BB ließ sie dem GP-Sieg Platz eins in der Grand Prix-Kür folgen. Als Zweite freute sich Leonie Krull, die mit All We Need noch vor dem auf dem Gestüt Bonhomme lebenden Moritz Treffinger und Fiderdance einen Erfolg landete. Die besten zehn Paare aus dem Grand Prix traten zum “Tanz” an, am Sonntag folgt noch der Grand Prix Special im Preis der LVM-Versicherung. 

Ungarns Sandor Szasz – hatte mit viel weiblicher Konkurrenz zu tun – setzte im Parcours ein Zeichen. Der 54-jährige ungarische Springreiter, WM- und EM-Teilnehmer, verschenkte in der zweiten Qualifikation zum Großen Preis keine Sekunde und gewann deutlich mit der OS-Stute Pm Quintera das Zwei-Sterne-Springen mit Siegerrunde. Fast zwei Sekunden schneller war die 14 Jahre alte Stute aus Oldenburger Springpferdezucht als Jana Fink (Milte-Sassenberg) und Lavina Colada. Mit Platz drei verbuchte Elisabeth Meyer mit Joyce einen weiteren Tageserfolg. 

Etwas abseits von Parcours und Dressurviereck offenbarte sich auf einem Fussballplatz, dass Reiter nie abgeneigt sind, “neues” auszuprobieren. Zwei Dressurreiter, ein Fahtzeug, eine Fliegenmaske und eine Aufgabe – das waren die schlichten Zutaten für eine E-Auto-Challenge. Vielleicht inspiriert durch die EM der Vierspänner in Lähden wurde ein Hindernisparcours gefahren –  allerdings rückwärts, Fahrer/in mit Fliegenmaske vor dem Gesicht und dirigiert durch den Beifahrer. Situationen, in denen “jetzt links… jetzt rechts, noch weiter rechts” eine Herausforderung werden können….

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