EM der Vierspänner und WM der Para-Fahrer in Lähden gestartet – WM Para-Fahren: Alexandra Sievers gewinnt Dressur

Das deutsche Team bei der Eröffnungsfeier der EM der Vierspänner und WM der Para-Fahrer 2025 in Lähden. Foto (c): FEI/Massimo Argenziano
Das deutsche Team bei der Eröffnungsfeier der EM der Vierspänner und WM der Para-Fahrer 2025 in Lähden. Foto (c): FEI/Massimo Argenziano

Der kleine Ort Lähden im Emsland ist gerade der Hotspot der Fahrsportszene. Die Weltmeisterschaften der Para-Fahrer und die Europameisterschaften der Vierspänner sind gestartet. Den Auftakt machte die Dressur der Para-Fahrer, für die Vierspänner beginnt die EM morgen mit der Dressurprüfung.

„Das ist schon gewaltig, was das Team der PSG Lähden rund um Familie Sandmann hier aufgebaut hat“, lobte Rainer Bruelheide, Equipechef des deutschen Vierspänner-Teams und des deutschen Einspänner-Teams. Für die Einspänner richtet Lähden zusätzlich einen Nationenpreis (CAIO) neben der WM und der EM aus. „Wir sind es ja gewohnt Turniere auszurichten, aber so ein Championat bringt einfach viel mehr Drumherum mit sich, was auch zu organisieren ist“, sagte Anna Sandmann, die nicht nur zum Veranstalter-Team gehört, sondern auch als Vierspännerfahrerin für das deutsche Team am Start ist. „Lähden ist immer ein ganz besonderes Turnier, aber die schaffen es hier, jedes Mal noch einen drauf zu setzen“, schwärmte Vierspännerfahrer Sven Kneifel von den Bedingungen vor Ort.

WM Para-Fahren: Sieg für Alexandra Sievers in der Dressur
Für die Para-Fahrer stand am heutigen Donnerstag die Dressur auf dem Programm. Der Sieg in Grade II ging an die letzte Starterin der Prüfung: Alexandra Sievers (Swisttal) und Equistar Lucie setzten sich mit 46,48 Punkte ganz nach vorne des Starterfeldes und gewannen diese Prüfung. Die 13-jährige KWPN-Stute ist immer schnell nervös. „Das heute war schon grenzwertig, aber sie hat eine ganz tolle Leistung abgeliefert. Sie ist so eine typische Stute, wenn sie dich mag, tut sie alles für dich“, sagte die Fahrerin nach ihrer Vorstellung im Dressurviereck. Für Alexandra Sievers ist es bereits die sechste WM, vor zwei Jahren in Exloo in den Niederlanden gewann sie Mannschafts- und Einzel-Gold, damals noch unter ihrem Mädchennamen Röder.
„Das ist das erhoffte Ergebnis“, sagte auch Ludger Schmeing, der Bundestrainer der Para-Fahrer. „Das ist bei dieser Stute immer ein kleines Kunststück, sie zufrieden zu halten, aber Alexandra hat das ganz toll gemacht und die Ruhe bewahrt.“

In Grade II startete auch Ivonne Hellenbrand aus Dillingen mit Maibach. Sie fährt auch für das deutsche Team und kam mit 52,57 Punkten aus dem Viereck – Platz sechs für die erfahrene Para-Fahrerin. Für sie ist es mit ihrem Halfinger Maibach, genannt Käfi, die dritte WM. Platz sieben ging an Torsten Röder (Hamminkeln) mit Golden Dreamcatcher und 56,64 Punkten.

Ein gelungenes Championatsdebüt gab Franz-Josef Melchers aus Greven mit Leonardo. Für den Vereinsvorsitzenden des RV Nordwalde ist es die erste WM und auch der erste internationale Auftritt. Er platzierte sich auf Rang vier mit 49,20 Punkten.

In Grade I starteten zwei deutsche Teilnehmer. Einer der erfahrensten Teilnehmer der Para-WM ist Heiner Lehrter aus Mettingen. Für ihn ist es die 14. WM, er ist seit der ersten WM der Para-Fahrer dabei und gewann vor zwei Jahren mit dem deutschen Team noch Mannschafts-Gold. Er startete in Lähden mit Pony Mastro’s Nero und beendete die Dressur mit 46,32 Punkten auf Platz vier. Dicht gefolgt von der dritten deutschen Mannschaftsfahrerin Patricia Großerichter (Steinfeld). Sie stellte DSP Gentleman vor und war nach ihrem Auftritt im Dressurviereck sehr zufrieden: „Er fühlte sich sehr gut an, er ist manchmal etwas guckig, aber er ist heute immer bei mir geblieben“, sagte sie über ihr Pferd.

In der Mannschaftswertung liegt das deutsche Team nun auf Rang drei hinter den USA, es führt das niederländische Team. „Natürlich wären wir lieber in Führung gegangen, aber es kommen auch noch zwei Prüfungstage“, sagte Bundestrainer Ludger Schmeing zum Mannschaftsergebnis.

Am morgigen Freitag steht die Dressurprüfung der Vierspänner bevor. 42 Teilnehmer aus 13 Nationen starten. Bei der WM vor zwei Jahren gewann das deutsche Team Silber sowie Einzel-Bronze durch Michael Brauchle. In Lähden gehen neun Fahrer an den Start: Michael Brauchle (Aalen), Anna Mareike Meier (Negernbötel), Anna Sandmann (Lähden), Christoph Sandmann (Lähden), Georg von Stein (Modautal), Rene Poensgen (Eschweiler), Rainer Duen (Brunsbüttel), Sven Kneifel (Wunstorf) und erstmals Mario Schildt (Behren-Lübchin). fn-press/evb

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